In einer kürzlichen Arbeitssitzung mit dem Ständigen Ausschuss des Stadtparteikomitees von Hanoi wurden viele planungsrelevante Inhalte erörtert. Dabei wurde die Forderung betont, den Masterplan der Hauptstadt mit einer langfristigen Vision zu entwickeln, verbunden mit der Vervollkommnung von Institutionen und der Beseitigung von Entwicklungsengpässen. Auf Grundlage dieser Ausrichtungen haben die Fachbehörden Hanois diese Schritte bereits eingeleitet und setzen sie schrittweise um. Dabei wird die Infrastruktur als entscheidender Faktor für die Raumordnung und Stadtentwicklung identifiziert.
Der Hauptstadtplan mit langfristiger Vision
Die Entwicklungspraxis zeigt, dass Hanoi vor vielen strukturellen Herausforderungen steht: überlastete Infrastruktur, Bevölkerungsdruck, Verkehrsstaus, abnehmende Umweltqualität und ein Mangel an Grünflächen. Diese Probleme erfordern einen langfristigen, synchronisierten und strategischen Ansatz in der Planungsarbeit.
In der Sitzung mit dem Ständigen Ausschuss würdigte die zentrale Führungsebene den proaktiven Vorschlag Hanois, einen Masterplan mit einer 100-Jahre-Vision zu erarbeiten, und betrachtet dies als grundlegende Aufgabe für die langfristige Entwicklung der Stadt. Der Plan zielt demnach nicht nur darauf ab, unmittelbare Probleme zu lösen, sondern auch die städtische Raumorganisation, Entwicklungsmodelle und die Lebensqualität der Bewohner langfristig zu gestalten.
Dieser Ansatz spiegelt die Notwendigkeit innovativen Denkens in der Planung wider, um einer kleinteiligen, unsynchronisierten Anpassung entgegenzuwirken. Die Planung mit langfristiger Perspektive wird als Grundlage dafür bestimmt, dass Hanoi sich proaktiv wirtschaftlichen, sozialen, wissenschaftlich-technologischen und ökologischen Veränderungen anpassen kann, während Stabilität in Stadtmanagement und -entwicklung gewährleistet bleibt.
Der Hauptstadtplan wird zudem in enge Beziehung zur Rolle und Stellung Hanois im nationalen Entwicklungsraum gesetzt. Mit seiner Funktion als politisch-administratives, wirtschaftliches und kulturelles Zentrum des Landes muss sich Hanoi harmonisch mit der Region und der Nation entwickeln und dabei eine ausstrahlende und führende Rolle im gemeinsamen Entwicklungsprozess sicherstellen.
Laut dem Ständigen Vizepräsidenten des Volkskomitees von Hanoi wird der Masterplan mit 100-Jahre-Vision auf der Grundlage von Beschlüssen des Politbüros, der Nationalversammlung und des Regierungsausschusses erstellt. Dabei werden der Hauptstadtplan und der Generalhauptstadtplan zusammengeführt, um die Grenzen früherer Pläne zu überwinden. Ein durchgängiger Schwerpunkt des Plans liegt darauf, große Engpässe zu beseitigen, die die Entwicklung der Hauptstadt behindern.
In seinen Anmerkungen zum Masterplan betonte der Vorsitzende der Nationalversammlung die Anforderung eines langfristigen, wissenschaftlichen und stabilen Ansatzes, um sicherzustellen, dass der Plan angesichts schneller Veränderungen im In- und Ausland nicht veraltet.
Unter Betonung der kulturellen und historischen Tiefe der tausendjährigen Hauptstadt stellte der Vorsitzende fest, dass der Plan diese einzigartigen Werte hervorheben muss, während er gleichzeitig einen Entwicklungsraum klar gestaltet, der zur Bevölkerungsgröße, den Infrastrukturbedingungen und künftigen Entwicklungsanforderungen passt. Er schlug zudem vor, Erfahrungen großer Städte weltweit zu studieren und proaktiv internationale Berater für die Erstellung und Prüfung des Plans hinzuzuziehen, um dessen Qualität, Wissenschaftlichkeit und Machbarkeit zu erhöhen.
Innovation der Planungslogik und städtischen Raumordnung
Neben der langfristigen Vision wird die Erneuerung der Planungslogik als zentraler Fokus im Prozess der Masterplan-Erstellung identifiziert. Demnach muss Planung integriert und sektorübergreifend synchronisiert angegangen werden, anstatt nach einzelnen Fachgebieten oder separaten Räumen aufgeteilt zu sein.
Hanois Planung ist darauf ausgerichtet, Stadtentwicklung eng mit dem Verkehrssystem, der technischen Infrastruktur, Grünflächen, Flüssen und Seen sowie kulturellen und historischen Elementen zu verknüpfen. Die Neuordnung des städtischen Raums zielt nicht nur darauf ab, Entwicklungsraum zu erweitern, sondern auch eine sinnvolle Verteilung von Bevölkerung, Arbeitskraft und Wirtschaftsaktivitäten zu erreichen und so schrittweise den Druck auf das zentrale Stadtgebiet zu verringern.
Grünflächen, Wasserflächen und ökologische Korridore werden als wichtige Bestandteile der Stadtstruktur identifiziert, die zur Verbesserung der Lebensumgebung, zur Erhöhung der Anpassungsfähigkeit an den Klimawandel und zur Sicherstellung nachhaltiger Entwicklung beitragen. Gleichzeitig wird die Anforderung, historische und kulturelle Werte zu bewahren und zu fördern, neben die Entwicklung gestellt, um die Identität der Hauptstadt während der Urbanisierung zu bewahren.
Der Premierminister merkte an, dass der Plan eine effektive Nutzung von Hanois Potenzialen, Vorteilen und einzigartigen Werten wie dem Roten Fluss, dem Ba-Vi-Gebiet, der Altstadt und dem tausendjährigen Kulturraum sicherstellen muss. Die effektive Nutzung dieser Potenziale wird eine Synergie in der Entwicklung auf Grundlage umfassender, inklusiver Erhaltung und Entwicklung schaffen. Der Plan muss auch neuen Trends wie „grüner“ und „digitaler“ Entwicklung Beachtung schenken und vertikalen Raum, unterirdischen Raum und multifunktionale Räume sinnvoll nutzen.
Konkretisierung durch Fachbehörden
Während der Arbeitssitzung betonte der Generalsekretär, dass Planung ein wichtiges Instrument zur Konkretisierung von Visionen und Entwicklungszielen ist. Der Masterplan der Hauptstadt gestaltet nicht nur den städtischen Raum, sondern schafft auch eine Grundlage für die Mobilisierung von Ressourcen, die Anziehung von Investitionen und die Sicherstellung einer harmonischen, nachhaltigen Entwicklung mit der Fähigkeit, sich an schnelle Veränderungen anzupassen.