Die Aufklärung des mutmaßlichen Korruptionsfalls im Zusammenhang mit der Sozialhilfe des Nationalen Wirtschaftsprogramms (PENA) im Regierungsbezirk Samosir tritt in eine neue Phase ein. Die Strafverfolgungsbehörden bestätigen, dass die Akten demnächst zur Anklageerhebung an das Gericht übergeben werden.
Die Staatsanwaltschaft Samosir erklärte, die Ermittlungen seien abgeschlossen und der Fall befinde sich in der finalen Phase vor der Anklageerhebung. Diese Übergabe markiert die Bereitschaft der Staatsanwaltschaft, den Prozess zu eröffnen.
Die Akten seien so gut wie fertiggestellt und würden in Kürze übergeben, hieß es.
„Die Prozessakten sind nahezu vollständig. Sie werden dem Gericht zeitnah übergeben, damit der Prozess umgehend beginnen kann. Eine Eröffnung Anfang April ist bestätigt“, so die Erklärung.
Zur Möglichkeit weiterer Verdächtiger erklärte die Staatsanwaltschaft, man werde die im Prozess zutage tretenden Fakten genau verfolgen.
„Im Laufe der Hauptverhandlung wird sich zeigen, ob weitere Beschuldigte hinzukommen oder nicht“, fügte die Behörde hinzu.
Unterdessen forderte der Berichterstatter, Marko Sihotang, eine umfassende Untersuchung aller an den mutmaßlichen Unregelmäßigkeiten bei der Sozialhilfe beteiligten Personen.
„Alle Beteiligten müssen lückenlos aufgeklärt werden, damit die Aufarbeitung dieses Falls wirklich vollständig ist und ein Gefühl von Gerechtigkeit vermittelt“, betonte er.
Der PENA-Sozialhilfefall hatte zuvor öffentliche Aufmerksamkeit erregt, weil bei der Verteilung der für bedürftige Gemeinden bestimmten Leistungen Unregelmäßigkeiten vermutet wurden. Die Ermittler haben bereits einen Beschuldigten benannt und mehrere betroffene Parteien vernommen.
Die Staatsanwaltschaft Samosir betonte, der gesamte Verfahrensablauf erfolge strikt nach geltendem Recht. Die Transparenz in jeder Phase werde gewahrt, um die Rechtsstaatlichkeit zu garantieren.
Die Öffentlichkeit wird aufgefordert, den Prozessverlauf objektiv zu verfolgen und sich nicht von nicht verifizierten Informationen beeinflussen zu lassen. Von dem Prozess wird erwartet, die mutmaßlichen Unregelmäßigkeiten im Sozialhilfeprogramm vollständig aufzuklären.
In diesem Fall hat die Staatsanwaltschaft Samosir eine Person als Beschuldigte benannt und in Haft genommen: die ehemalige Leiterin des Amtes für Soziales und Gemeindebefähigung, Fitri Agus Karokaro.