Seit dem 1. April gibt es im Bürgeramt im Erdgeschoss des Rathauses eine „Kondolenz-Ecke“. Dieser Service ermöglicht es Hinterbliebenen, die eine Sterbeurkunde eingereicht haben, verschiedene anschließende Behördengänge an einer zentralen Stelle zu erledigen. Ziel ist es, die Belastung für Familien zu verringern, die oft von der Vielzahl der Formalitäten überfordert sind.
Nach Angaben des Bürgeramts sind nach einem Todesfall im Durchschnitt sechs verschiedene städtische Ämter und etwa 15 Arten von Dokumenten erforderlich. Während diese Prozesse früher einen halben bis ganzen Tag in Anspruch nahmen, soll die Bündelung in der Kondolenz-Ecke die Zeit auf etwa eine Stunde verkürzen.
Grundsätzlich ist eine telefonische Terminvereinbarung (042-338-6941) mindestens vier Werktage im Voraus erforderlich. Bei der Buchung werden Angaben wie Name und Anschrift des Verstorbenen erfasst, um die notwendigen Schritte zu ermitteln. Für Verfahren, die nicht vor Ort erledigt werden können, erfolgt eine Weiterleitung an die zuständige Stelle.
Zudem wurde ein 67-seitiges „Kondolenz-Handbuch“ erstellt, das alle Verfahren auflistet. Es enthält auch Vorgänge, die die Stadt selbst nicht abwickeln kann, und wird beispielsweise bei der Abgabe der Sterbeurkunde ausgehändigt. Das Handbuch steht auch auf der Website zur Verfügung. „Wir möchten Hinterbliebene unterstützen, damit sie die Verfahren in Ruhe erledigen können“, erklärte ein Vertreter.