Die anstehende Bürgermeisterwahl am 12. hat den Sanierungsplan für das städtische Kunstmuseum zu einem zentralen Wahlkampfthema gemacht. Aufgrund gestiegener Arbeits- und Baumaterialkosten ist das Projektbudget auf über 15 Milliarden Yen angeschwollen – mehr als das Doppelte der ursprünglichen Schätzung. Ein Baubeginn steht weiterhin nicht fest.

Das städtische Kunstmuseum wurde 1985 eröffnet. Es befindet sich vor dem Bahnhof Nakamabashi und verzeichnet etwa 70.000 Besucher pro Jahr. Mit Verweis auf die alternde Bausubstanz erarbeitete der Bezirk 2022 einen „Grundsanierungsplan“ für das Museum. Der Entwurf wurde im Januar 2024 fertiggestellt, mit dem Ziel, die Bauarbeiten noch in diesem Haushaltsjahr zu beginnen. Der Plan sah eine gemeinsame Sanierung zusammen mit einer Bibliothek vor und schlug ein Gebäude mit einem Untergeschoss und vier oberirdischen Stockwerken vor, was die Gesamtfläche mehr als verdoppeln würde.

Im September letzten Jahres wurde jedoch unklar, wann der Bau beginnen kann, da sich kein Generalunternehmer finden ließ. Als Grund wird vermutet, dass die Bauindustrie derzeit andere Projektarten priorisiert. Das anfängliche Sanierungsbudget von 7,6 Milliarden Yen war bis Februar dieses Jahres auf etwa 15 bis 16 Milliarden Yen gestiegen.

Die am 5. dieses Monats ausgeschriebene Bürgermeisterwahl ist ein Dreikampf zwischen drei unabhängigen Neueinsteigern.

Yoshida, der nach der letzten Wahl erneut kandidiert…

Städtisches Kunstmuseum

Das Städtische Kunstmuseum ist eine öffentliche Einrichtung, die sich dem Sammeln, Bewahren und Ausstellen von bildender Kunst widmet, oft mit Fokus auf Werken regionaler Künstler oder der lokalen Geschichte. Seine Ursprünge liegen häufig in bürgerschaftlichen Initiativen des 19. oder 20. Jahrhunderts zur Schaffung eines kulturellen Zentrums, oft aus privaten Stiftungen hervorgegangen. Heute dient es als wichtiger Ort für Kunstvermittlung und kulturelles Erbe in der Gemeinde.

Bahnhof Nakamabashi

Der Bahnhof Nakamabashi ist eine U-Bahn-Station im Bezirk Kōtō in Tokio, die von der Toei-Shinjuku-Linie bedient wird. Er wurde 1978 eröffnet und ist nach der historischen Nakamabashi-Brücke in der Nähe benannt, die ihrerseits ihren Namen von einer Brücke aus dem 17. Jahrhundert über den damaligen Kamejima-Fluss hat. Das Umfeld ist ein Geschäfts- und Wohnviertel, das Anbindung an die umliegenden Stadtteile und Unternehmen bietet.