„Friedensbotschafter“ Munir befindet sich in Teheran. Sein Ziel: US-Präsident Trumps Botschaft an den Iran zu überbringen, um den Krieg in Westasien zu stoppen. Doch das Verhalten des pakistanischen Armeechefs enthüllt eine andere Geschichte. Es wird einmal mehr deutlich, dass die Regierung des Nachbarlandes im Grunde eine Marionette ist, die vom Militär gesteuert wird.
Ein im Internet kursierendes Video zeigt: Asim Munir steigt als Erster aus dem Flugzeug. Er wird vom iranischen Außenminister Abbas Araghchi empfangen. Hinter ihm steht Pakistans Innenminister Mohsin Naqvi – er ist die zweite Person, die die Maschine verlässt. Doch damit nicht genug: Hinter Munir hält ein Sicherheitsbeamter einen kugelsicheren Schild. Ein solches Schutzniveau ist eigentlich Staats- und Regierungschefs vorbehalten, nicht Armeechefs. Beobachter merken an, dass dies die wahre Machtposition des Militärs in Pakistan offenlegt – auch wenn dies im Land als „offenes Geheimnis“ gilt.
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Um den Kriegsstillstand zu lösen, hatten der Iran und die USA bereits in Islamabad verhandelt. Nach langen Gesprächen sind diese jedoch gescheitert. Wie es heißt, haben beide Seiten bereits einer zweiten Gesprächsrunde zugestimmt. Das Treffen soll erneut in Islamabad stattfinden. Munir reiste unmittelbar davor in den Iran an. In diesem Zusammenhang hat Washington Pakistan überschwänglich gelobt. Der Sprecher des Weißen Hauses erklärte: „Pakistan hat sich als außergewöhnlicher Vermittler erwiesen. Ihre Bemühungen, eine Einigung zwischen Iran und den USA zu erzielen, sind wirklich lobenswert.“ Quellen zufolge werden die beiden Länder innerhalb der nächsten zwei bis drei Tage an den Verhandlungstisch in Islamabad zurückkehren. Alle Augen sind darauf gerichtet, ob bei diesen Gesprächen eine Einigung erzielt wird.