Technologische Innovation stützt sich auf zwei Säulen: Investitionen und Talent. „Kommen Sie ins Optics Valley, gestalten Sie die Zukunft.“ Vor einem Jahrzehnt richtete das Optics Valley diese Einladung an globale Unternehmertalente. Daraus entstand ein internationaler Gründungswettbewerb und zeitgleich ein Fonds, der sich auf talentgetriebene Unternehmungen konzentriert. Zehn Jahre später ist aus diesem Samen namens „3551“ ein stattlicher Baum gewachsen. Hochwertige Innovationsprojekte und erstklassige Talente aus aller Welt sind hierher geströmt. Das World Optics Valley pulsiert vor Innovationskraft und Dynamik. „3551“ ist zu einer strahlenden Visitenkarte des World Optics Valley bei der Anwerbung von Talenten und Know-how geworden.
Am 10. Januar feierte der China Optics Valley 3551 International Entrepreneurship Competition and Talent Fund sein zehnjähriges Bestehen. Vor Ort unterzeichneten 11 preisgekrönte Projekte Vereinbarungen zur Ansiedlung, der 3551 Optics Valley Talent Fund schloss Investitionsvereinbarungen ab und die Optics Valley Venture Capital Group wurde offiziell eingeweiht. Die Optics Valley Venture Capital Group ist eine neu gegründete, spezialisierte und marktorientierte Venture-Capital-Gruppe innerhalb der East Lake High-Tech Development Zone. Sie wird sich auf Schlüsselindustrien wie Optoelektronik, Biomedizin, integrierte Schaltkreise und intelligente Fertigung sowie auf zukunftsweisende Bereiche wie künstliche Intelligenz, humanoide Robotik und Quantentechnologie konzentrieren. Sie wird mit marktorientierten Entscheidungsmechanismen, Anreizsystemen und Betriebsmodellen arbeiten.
Dies war nicht nur eine einfache Unterzeichnungszeremonie, sondern eine geballte Demonstration eines vollständigen Innovationsökosystems – von Projekten über Kapital bis hin zu Plattformen. Die Talentinitiativen des Optics Valley haben sich von „einzelfallbezogener Förderung“ zu einer „multidimensionalen Ökosystem-Stärkung“ weiterentwickelt.
Von Shenzhen ins Optics Valley: Warum entschieden sie sich für die Rückkehr?
Ende 2022 traf eine Person nach langjähriger Berufserfahrung in Shenzhen eine Entscheidung, die viele als „gegen den Strom“ betrachteten: den Wegzug von Chinas Innovationsschmiede Shenzhen, die Rückkehr in die Heimatprovinz Hubei und die Gründung eines Unternehmens im Optics Valley.
Gestützt auf die durchschlagende politische Unterstützung des Optics Valley und die Forschungsstärke der Huazhong University of Science and Technology erzielte das geführte Team in weniger als drei Jahren entscheidende technologische Durchbrüche im Bereich hochwertiger 3D-Sensorik und durchbrach damit eine langjährige Monopolstellung europäischer und amerikanischer Unternehmen. Ihr Projekt gewann 2025 den höchsten Preis im prestigeträchtigsten Gründungswettbewerb des Optics Valley – dem 3551 International Entrepreneurship Competition. Der Weg von der Entscheidung zur Rückkehr bis zu technologischen Höchstleistungen ist kein Einzelfall. Im vergangenen Jahrzehnt hat die Wuhan East Lake High-Tech Development Zone (Optics Valley) durch ein einzigartiges, „3551“ genanntes System stillschweigend die Logik des Flusses von Innovationstalenten und Kapital in China und weltweit neu gestaltet.
„Unser Produkt durchbrach das Monopol europäischer und amerikanischer Firmen. Der nächste Schritt ist, danach zu streben, Nummer eins in China zu werden.“ Dieses Selbstvertrauen speist sich aus der Ökosystem-Unterstützung im Optics Valley. „Von der Regierung bis zu Investmentgesellschaften ermöglicht uns der Fokus auf Talente und die phasenweise Unterstützung, uns voll und ganz darauf zu konzentrieren, weltklasse technologische Hürden zu überwinden.“
Mehr als nur „Geld geben“: Ein zehnjähriges Institutionen-Experiment
Innovative Entwicklung braucht Talente. Die Ursprünge von „3551“ lassen sich auf die hitzigen „Talentkriege“ in ganz China nach der globalen Finanzkrise 2009 zurückführen. Damals startete Optics Valley seine erste Talentpolitik mit dem Ziel, „innerhalb von drei Jahren 50 führende Talente und 1.000 hochqualifizierte Fachkräfte anzuziehen“. Doch einfache Einmalzuschüsse stießen bald an Grenzen – Talente kamen, aber Projekte konnten nicht Fuß fassen; Technologien waren vielversprechend, schafften aber den schwierigen Schritt aus dem Labor auf den Markt nicht.
Im Jahr 2015 initiierte Optics Valley eine entscheidende institutionelle Innovation: die Transformation von „3551“ von einer statischen „Bewertungs- und Förderungs“-Politik hin zu einem dynamischen, globalen „China Optics Valley 3551 International Entrepreneurship Competition“ und die gleichzeitige Einrichtung eines Talentfonds. Das Kernmodell lässt sich zusammenfassen als „Talente durch Wettbewerb anziehen, mittels Wettbewerb bewerten, Investition + Finanzierung“.
„Es geht nicht nur um einen weiteren Wettbewerb; es veränderte die Beziehung zwischen Staat und Markt bei der Unterstützung früher Innovationen“, analysierte ein langjähriger Beobachter der Entwicklung des Optics Valley. „Die Regierung baute durch den Wettbewerb eine globale, niedrigschwellige Screening- und Präsentationsplattform auf (Talente anziehen und durch Wettbewerb bewerten), während professionelle Investmentgesellschaften über den Talentfonds mit echtem Kapital eine marktbasierte Risikobewertung und langfristige Begleitung vornehmen. So wandelte sich die Politik von einem ‚Auswählenden‘ zu einem ‚Vernetzenden‘ und ‚Befähigenden‘.“
Daten zeigen, dass dieses Institutionen-Experiment höchst effektiv war: Über zehn Austragungen hinweg erreichte der Wettbewerb globale Innovationszentren wie Silicon Valley, London und Tokyo, zog insgesamt über 5.000 Wettbewerbsprojekte an, von denen sich nahezu 400 im Optics Valley ansiedelten.