In Russland läuft derzeit die Gültigkeitsdauer aller Zertifizierungen für Rolltreppen und Fahrsteige ab. Gleichzeitig können die für die Zertifizierung dieser Anlagen zuständigen Organisationen keine Akkreditierung mehr erhalten: Das alte Regelwerk für sie wurde abgeschafft, ein neues jedoch noch nicht eingeführt.
Infolgedessen können Einkaufszentren die notwendigen Prüfungen nicht durchführen lassen. Rechtlich gesehen ist der Betrieb von Rolltreppen und Fahrsteigen daher seit dem 1. September unmöglich. Der Verband der Shopping-Center Russlands hat Rostechadsor um Klärung des entstandenen Rechtskonflikts gebeten.
Eine Lösung für das Problem wäre die Verlängerung der Gültigkeit der bisherigen Gerätezertifikate. Der Generaldirektor des Russischen Aufzugsverbands schlug vor, eine Übergangsfrist bis zum 1. September 2027 einzuführen. Experten schlagen zudem vor, die Prüfungen durch die bisherigen Unternehmen fortzusetzen, um nicht rechtliche, sondern die tatsächlichen Risiken zu beseitigen und so die Sicherheit der Besucher zu gewährleisten.
Laut dem Nationalen Aufzugsverband sind in Russland derzeit etwa 12.000 Rolltreppen und Fahrsteige sowie 10.000 Hebebühnen für Menschen mit Behinderung in Betrieb. Diese Anlagen sind nicht nur in Einkaufszentren, sondern auch in Businesscentern sowie sozialen und medizinischen Einrichtungen zu finden. Experten betonen, dass die Frage der Zertifizierung dieser Geräte derzeit äußerst dringlich ist.