Ein ehemaliger Lehrer, der eine Gruppe verwaltete, wurde in einem Fall von Voyeurismus und Bilderverbreitung durch Pädagogen zu einer Haftstrafe verurteilt. Der Vorfall wirft einen Schatten auf angehende Lehrkräfte.

Das Bezirksgericht Nagoya verurteilte am 16. des Monats den ehemaligen Grundschullehrer Wada (früher Moriyama) Yuji (42) zu zwei Jahren und sechs Monaten Haft wegen Verstoßes gegen Gesetze zum Filmen sexueller Posen und anderer Anklagepunkte.

Laut Anklageschrift filmte Wada während einer außerschulischen Lernaktivität im Jahr 2024 heimlich die Unterwäsche einer neunjährigen Schülerin und teilte die Bilder in einer Social-Media-Gruppe für Lehrer.

„Ich bin froh, dass wir uns als Lolicon-Lehrer versammeln können.“ „Lasst uns sicherstellen, dass wir nicht erwischt werden.“ (Austausch in der Social-Media-Gruppe)

Diese Social-Media-Gruppe umfasste sieben Lehrer. Wada war derjenige, der die Gruppe gründete und verwaltete.

Laut der Eröffnungserklärung der Staatsanwaltschaft begann Wada mehrere Jahre vor dem Vorfall, heimlich die Unterwäsche von Schülerinnen zu filmen und online mit anderen zu kommunizieren, die dieselben sexuellen Vorlieben teilten.

Er lud gezielt nur diejenigen ein, die er als Lehrer identifizierte und für vertrauenswürdig hielt, in eine hochgradig geheime Messaging-App. Berichten zufolge tauschten sie die heimlich gefilmten Bilder und Videos aus und veröffentlichten sie.

Und dann –

„Sie haben eine gefährliche Situation geschaffen, in der Bilder von Kindern, die eigentlich geschützt werden sollten, mit vielen Menschen geteilt wurden, ohne zu wissen, auf welche Weise sie missbraucht werden könnten. Das ist verabscheuungswürdig.“ (Vorsitzender Richter)

Während der Urteilsverkündung am 16. des Monats erwähnte das Bezirksgericht Nagoya auch, dass Wada die Gruppe eingerichtet hatte, und wies auf die Bösartigkeit der Tat hin.

Das Gericht erklärte: „Es gibt keinen Raum für Milde hinsichtlich der egoistischen Motive, die keinerlei Rücksicht auf die Gefühle der Kinder zeigen“, und verurteilte Wada zu einer Haftstrafe.

In diesem Fall wurden sieben Lehrer festgenommen und angeklagt. Bislang wurden zwei für schuldig befunden, und gegen zwei Personen wurden Haftstrafen, einschließlich der von Wada, verhängt.

Der Vorfall hat auch einen dunklen Schatten auf die Lehrerausbildung geworfen.

„Es gibt Wut auf diejenigen, die die Verbrechen begangen haben.“

Dies erklärt ein Professor der Pädagogischen Universität Aichi, der feststellt, dass bereits schädliche Auswirkungen des Vorfalls sichtbar werden.

„Selbst in der praktischen Ausbildung treten Situationen auf, in denen Fotografien, die zuvor möglich waren, nicht mehr gemacht werden können.“ (Professor)

Wie nehmen die Studierenden, die selbst Lehrer werden wollen, diese Nachrichten auf?

„Uns wird gesagt: ‚Ihr solltet vorsichtig sein, weil jemand aus euren Kommilitonen so sein könnte.‘ Ich möchte eine Lehrerin werden, die Schüler schützen kann.“ (Studentin)

„Ich denke, es ist ein Vertrauensverlust in den Lehrerberuf, was bedauerlich ist.“ (Student)

Während die Universität neue Initiativen gestartet hat, kämpft sie mit Aspekten, die nicht allein durch die Förderung der Ethik der Studierenden gelöst werden können.

„Es wurde universitätsweit beschlossen, eine Unterrichtsstunde der Prävention sexueller Gewalt gegen Kinder und Studierende zu widmen. Andere Initiativen wurden ebenfalls gestartet, wie zum Beispiel die Verpflichtung der Studierenden, bei der Einschreibung in Kurse eine Zusicherung zur ‚Gewährleistung der Sicherheit von Kindern‘ abzugeben. Ich denke, nur wenige Menschen leben offen damit, ihre persönlichen Vorlieben zu teilen. Es ist sehr schwierig, solche Dinge zu erkennen, sei es an der Universität oder bei den Einstellungsprüfungen für Lehrer.“ (Professor)

Bezirksgericht Nagoya

Das Bezirksgericht Nagoya ist eine bedeutende Justizbehörde in Zentraljapan, die im späten 19. Jahrhundert nach der Modernisierung des japanischen Rechtssystems während der Meiji-Ära gegründet wurde. Es ist für ein breites Spektrum an Zivil- und Strafsachen in der Präfektur Aichi zuständig und in einem modernen Gerichtsgebäude im Stadtbezirk Naka untergebracht.

Pädagogische Universität Aichi

Die Pädagogische Universität Aichi (AUE) ist eine staatliche Universität in Kariya, Japan, die 1943 als Pädagogische Hochschule Aichi gegründet wurde, um den kriegsbedingten Lehrermangel zu beheben. Sie wurde später neu organisiert und erlangte 1966 den Universitätsstatus. Ihr Kernauftrag bleibt die Ausbildung und Entwicklung von Pädagogen. Heute ist sie eine renommierte Einrichtung, die sich der Bildungsforschung und der Lehrerausbildung für Kindergarten- bis Oberschulniveau widmet.