Im Jahr 2013, als der professionelle Baseballspieler Chihiro Sasaki (31) von den Yokohama DeNA BayStars seinen Abschluss machte, erreichte das Baseballteam der Hino High School im selben Sommer erstmals die nationalen Meisterschaftsfinals.
Der damalige Ace-Pitcher war Naoto Ikeda (30), der heute Raumdesign-Lösungen konzipiert und verkauft. „Man nannte uns die schwächste Generation in der Geschichte des Teams, eine, die nicht einmal richtig Catch spielen konnte“, erinnert er sich.
Als das neue Team startete, endete sein erstes Übungsspiel in einer vernichtenden Niederlage. „Es war nicht einmal ein richtiges Spiel. Wir waren voller Sorge und dachten, wir dürfen unsere Vorgänger auf keinen Fall blamieren.“
Anders als die vorherige, talentierte Generation, die sich auf individuelle Starspieler verlassen konnte, wurde ihnen klar, dass sie nur gewinnen konnten, wenn sie zu einer Einheit zusammenwuchsen. Sie beschlossen, nicht nur ihren Baseball, sondern auch ihren Schulalltag grundlegend zu ändern. Sie verpflichteten sich, ernsthaft am Unterricht teilzunehmen und aktiv Rollen wie Klassensprecheramter zu übernehmen. Sie diskutierten, ein Vorbild-Team zu werden, das die Unterstützung ihrer Umgebung verdient.
Der Schwerpunkt des Trainers lag auf der Stärkung der körperlichen Fähigkeiten. Als er 2007 nach Hino kam und zum ersten Mal das Training des Baseballteams sah, war er von der rohen Veranlagung der Spieler verblüfft und nannte sie einen „Schatz“. Allerdings merkte er auch an: „Ihr körperliches Training war unzureichend und es mangelte ihnen an Grundkraft. Ich dachte, wenn wir ihre Kraft aufbauen könnten, würden sie ein unglaubliches Team werden.“
Er entwickelte verschiedene Trainingsprogramme, indem er Bücher las und YouTube-Videos ansah. Auch das Feldtraining wurde für Effizienz optimiert: Vier Spieler schlugen gleichzeitig Fungo-Bälle, um die Wartezeit der Feldspieler zu reduzieren. Eine bekannte Übung war das sogenannte „Erschöpfungs-Tee“. Dabei wechselten sich Schläge vom Tee mit Kniehochläufen ab, benannt nach dem Zustand völliger Erschöpfung, den es hervorruft. „Ich glaube nicht, dass zehn volle Schwünge im freien Schlagtraining das Schlagen verbessern. Die Idee ist also, stattdessen in kurzer Zeit über hundert volle Schwünge zu machen“, erklärte er zu dessen Zweck.
Eine weitere Sache, die der Trainer schätzte…