Die Zahl der im vergangenen Jahr bei der Präfekturpolizei eingegangenen Notrufe erreichte 1.056.222 (ein Rückgang um 9.508 gegenüber dem Vorjahr) und ist damit die dritthöchste seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1989. Obwohl die Zahl weiterhin hoch ist und damit zum dritten Mal in Folge die Eine-Million-Marke übersteigt, handelte es sich bei etwa 30 % der Anrufe um Notrufmissbrauch. Am 10. Januar, dem „110-Tag“, veranstaltete die Präfekturpolizei landesweit Aktionen, um erneut zu einem angemessenen Umgang mit dem Notruf aufzurufen.
Laut der Abteilung Kommunikation und Einsatzleitung der Präfekturpolizei ging die jährliche Zahl der Notrufe in der Anfangsphase der COVID-19-Pandemie zurück, stieg aber ab 2021 wieder an. Im Jahr 2023 überschritt die Zahl erstmals seit 19 Jahren wieder die Eine-Million-Grenze und erreichte mit 1.066.358 einen Rekordwert. Die Zahlen für 2024 und 2025 blieben auf nahezu gleichem Niveau, wobei die Anrufe in einem Rhythmus von etwa einem alle 30 Sekunden eingehen.
Allerdings wurden im Jahr 2025 insgesamt 342.305 Anrufe, was 32,4 % entspricht, als „nicht dringend und unnötig“ eingestuft. Darunter waren Streiche, falsche Verbindungen und Anrufe, bei denen der Anrufer nicht sprach, sowie Anfragen nach Telefonnummern und Meldungen wie „Hier ist eine Maus“ oder „Der Automat hat die Ware nicht ausgegeben“.
Ein Vertreter der Abteilung betonte: „Eine Häufung nicht dringender Anrufe behindert unsere Kernaufgaben.“ Für nicht Notfälle wird die Bevölkerung an die Beratungs-Hotline „#9110“ verwiesen.