Ein massiver Staubsturm fegte durch Phoenix, Arizona, hüllte die Stadt in Dunkelheit, verursachte Stromausfälle in Tausenden Haushalten, führte zu Flugausfällen und lähmte den Verkehr.

Dieser Sturm, der am Montag in der im Südwesten der USA gelegenen Stadt auftrat, ist ein wiederkehrendes Phänomen während der trockenen Monsunzeit.

So entstehen Staubstürme

Staubstürme entstehen, wenn ein Gewitter zusammenbricht. Dabei strömt kalte Luft auf den Wüstenboden, die Staub in die Atmosphäre aufwirbelt und über weite Strecken verteilt.

Auf den Staubsturm folgten starker Regen und Blitzeinschläge, was die Behörden veranlasste, Warnungen vor Sturzfluten herauszugeben.

Monsun

Ein Beitrag auf dem Account der Stadt Phoenix stellte klar: „Dieser Monsun-Staub ist kein Scherz… Bitte bleiben Sie sicher.“ Dem Beitrag war ein Bild beigefügt, das eine massive Staubwolke zeigte, die auf Flugzeuge zurast – eine Szene, die an einen Science-Fiction-Film erinnerte.

Lokale Medien berichteten, dass der Sturm einen Teil des Dachs des Phoenix Sky Harbor International Airport beschädigte.

Das Energieversorgungsunternehmen SRP meldete Stromausfälle bei 7.200 Kunden. Die Polizei der Stadt Gilbert berichtete, umgestürzte Bäume und ausgefallene Ampeln hätten die Straßenverhältnisse gefährlich gemacht.

Auswirkungen des Sturms

Laut dem Verkehrsministerium von Arizona reduzierte der Staub die Sicht auf dem Interstate 10 erheblich, während der Interstate 17 aufgrund von Überschwemmungen teilweise gesperrt werden musste.

Der Nationale Wetterdienst gab an, der Staubsturm habe insgesamt etwa zwei Millionen Menschen betroffen. Die Behörde riet Fahrern, die im Sturm gefangen sind, an den Straßenrand zu fahren und die Fahrzeuglichter auszuschalten. So soll verhindert werden, dass andere Fahrer das stehende Auto für ein fahrendes halten und auffahren.

Der Wetterdienst sagte für Dienstag bis Donnerstag weitere Gewitter voraus, bevor der Regen am Freitag nachlassen soll.