Die Stallmeister, die den Sieg miterlebten, äußerten sich wie folgt: „Er ist beängstigend für die Zukunft“ und „Es ist spannend zu sehen, wie stark er noch werden kann.“ Ehemalige Yokozuna hingegen vertraten eine völlig andere Ansicht.

Zwei Tage zuvor, am elften Kampftag, hatte Ishiura mit einem Ausweichmanöver (Sidestep) einen Sieg gegen einen Ōzeki erzwungen. Dann, in seiner ersten Herausforderung für den Yokozuna-Rang, setzte er erneut einen Sidestep ein. Ein ehemaliger Yokozuna sagte: „Der Rang eines Yokozuna ist nicht so leichtgewichtig, dass man sich in einer ersten Herausforderung gegen einen Yokozuna oder Ōzeki mit einem so billigen, flatterhaften Geist daran klammern kann.“ Ein anderer ehemaliger Yokozuna meinte: „Er wird seinen Höhepunkt wahrscheinlich in den ‚Sanyaku‘-Rängen (Ōzeki, Sekiwake, Komusubi) erreichen.“

Durch den Sieg gegen Kakuryu schwollen die Erwartungen an, Ishiura könne einen historischen „Turniersieg bei seinem Debüt als Yokozuna“ erringen. Doch es war Hakuho, der den Kaiserpokal erhob. Er besiegte Ishiura am 14. Tag überlegen und schlug anschließend auch Kakuryu, womit er seinen 31. Turniersieg sicherte. Neun Jahre später beendete Ishiura seine Sumo-Karriere, sein höchster erreichter Rang war Sekiwake.

Wenn man nach dem Yokozuna-Rang strebt, ist ein Ausweichmanöver beim ersten Angriff wohl etwas, das man „nicht tun darf“.

Auf der anderen Seite gibt es auch Ausweichmanöver, die man „tun sollte“…

Kaiserpokal

Der Kaiserpokal (天皇杯) ist das wichtigste nationale Fußballturnier Japans, das erstmals 1921 ausgetragen wurde. Es steht allen professionellen und Amateurmannschaften des Landes offen, von der J1 League bis hin zu regionalen Qualifikanten, und ist ein historischer „Pokalwettbewerb“ im K.-o.-System. Ursprünglich „All Japan Football Championship“ genannt, wurde es 1927 zu Ehren von Kaiser Hirohito umbenannt und wird heute vom japanischen Fußballverband präsentiert.

Yokozuna

„Yokozuna“ ist kein Ort, sondern der höchste Rang im professionellen japanischen Sumō-Ringen. Der Titel, der sich mit „Großmeister“ übersetzen lässt, blickt auf eine bis ins 17. Jahrhundert zurückreichende Geschichte zurück und wird für außergewöhnliches Können, Stärke und Würde verliehen. Yokozuna gelten als lebende Kulturikonen, die die Tradition und den Geist des japanischen Nationalsports verkörpern.

Ōzeki

„Ōzeki“ (大関) ist ein Titel im professionellen Sumō-Ringen und stellt den zweithöchsten Rang direkt unterhalb des Yokozuna (Großmeister) dar. Der Titel existiert seit der Edo-Zeit (1603-1868) und wird Ringern verliehen, die konstant Spitzenleistungen zeigen. Er ist oft der letzte Schritt vor der möglichen Beförderung zum Yokozuna-Rang. Ein Ōzeki muss ein hohes Leistungsniveau halten, da eine negative Bilanz zur Abstufung führen kann.

Sekiwake

„Sekiwake“ ist kein Ort, sondern ein Titel im professionellen Sumō-Ringen, der dritthöchste Rang unterhalb von Yokozuna und Ōzeki. Der Titel existiert seit der Edo-Zeit und ist eine entscheidende Position, da ein Sekiwake oft ein Anwärter für die Beförderung zum Ōzeki ist. Der Rang verkörpert eine lange Tradition von Erfolg und Prestige innerhalb des japanischen Nationalsports.

Komusubi

„Komusubi“ ist kein Ort, sondern ein Rang im professionellen japanischen Sumō-Ringen. Es ist der vierthöchste Rang, direkt unter Sekiwake, und gilt als Eintritt in die prestigeträchtigen Titelränge (Sanyaku). Ein Ringer im Komusubi-Rang hat die Gelegenheit, die höchstrangigen Gegner herauszufordern. Das Erreichen dieses Rangs ist ein bedeutender Meilenstein in der Karriere.

Sanyaku

„Sanyaku“ (三役) bezeichnet die drei höchsten Ränge im professionellen Sumō-Ringen: Sekiwake, Komusubi und Ōzeki. Diese Ränge existieren seit der Edo-Zeit (1603-1868) und repräsentieren die Elite der Wettkämpfer direkt unterhalb des höchsten Rangs, des Yokozuna. Den Sanyaku-Status zu erreichen, ist ein großer Karrieremeilenstein und zeigt die konstante Spitzenleistung eines Ringers sowie seine Berechtigung für die Top-Begegnungen der Turniere an.