Medizinische Einrichtungen kämpfen mit dem Problem, dass Patienten zu vereinbarten Terminen nicht erscheinen. Da sich die Regeln ab Juni ändern, könnten weitere Praxen Stornogebühren einführen.
Die Shiroyama Dental Clinic & Orthodontics im Stadtbezirk Kita der Stadt Nagoya behandelt täglich etwa 50 Patienten.
Was sie belastet, ist die hohe Zahl von Terminabsagen.
„Drei rot markierte Stellen mit einem X zeigen Termine, die vereinbart wurden, bei denen aber kein Kontakt aufgenommen wurde und die Patienten tatsächlich nicht kamen. Am Nachmittag gab es zwei unentschuldigte Absagen.“
In der Shiroyama Dental Clinic & Orthodontics sagen monatlich etwa 30 bis 40 Personen ohne Vorankündigung ab.
Inklusive kurzfristiger Absagen erreicht die Zahl manchmal etwa 50 Personen.
„Wir müssen Materialien und verschiedene Geräte für die Behandlungen vorbereiten sowie Personal bereitstellen. Ich denke, das führt zu Verlusten bei Arbeits- und Materialkosten.“
Zahnbehandlungen dauern oft 30 Minuten bis eine Stunde pro Person und erfordern eine auf den Patienten zugeschnittene Vorbereitung, daher sind Termine in der Regel notwendig.
„Ich denke, der größere Schaden entsteht, wenn andere Patienten Chancen verlieren. Wenn wir wissen, dass ein Terminfenster frei ist, können wir diesen Slot jemandem geben, der eine Behandlung benötigt.“
In diesem Zusammenhang ändern sich ab Juni die Regeln für Stornogebühren bei Arztterminen.
Bisher gab es keine klare Regelung, und die Stornogebühr war unklar. Das Ministerium für Gesundheit, Arbeit und Soziales hat nun eine Regelung kodifiziert, die besagt, dass unter bestimmten Bedingungen Gebühren erhoben werden können.
Darin heißt es, dass Gebühren erhoben werden können, wenn die medizinische Einrichtung dem Patienten im Voraus erklärt, dass bei einer Stornierung eine Gebühr anfällt, und dessen Zustimmung einholt.
Ob solche Gebühren jedoch tatsächlich eingeführt werden und in welcher Höhe, bleibt jedoch jeder medizinischen Einrichtung selbst überlassen.
In der Shiroyama Dental Clinic & Orthodontics hat man sich trotz bestehender Herausforderungen nach Abwägung entschieden, das System ab Juni nicht einzuführen.
„Wenn wir Stornogebühren erheben, könnte der Patient sich beim nächsten Besuch unwohl fühlen. Wenn ein Schuldgefühl entsteht, kommen sie vielleicht nicht mehr, und die Behandlung kommt nicht voran. Wir müssen auf der Basis einer vertrauensvollen Beziehung vorgehen.“
Wird die Einführung von Stornogebühren Behandlungseinbußen wirksam beseitigen?
Medizinische Einrichtungen suchen weiter nach Lösungen.