Medan – Ein Video, das vier Männer zeigt, die sich als Polizisten ausgeben und einen Friseur auf der Jalan Mustafa im Bezirk Kelurahan Glugur Darat I, Medan Timur, Medan, Nordsumatra, mit einer Waffe bedrohen und einschüchtern, ist in den sozialen Medien viral gegangen. Die nordsumatranische Polizei hat sich zu dem Vorfall geäußert.

In dem am Donnerstag verbreiteten Video ist zu sehen, wie der Friseur mit den Männern in einen Streit gerät. Einer von ihnen richtet daraufhin einen Gegenstand, bei dem es sich vermutlich um eine Schusswaffe handelt. Der Streit endete am Tatort mit einer tätlichen Auseinandersetzung.

Das Opfer und Friseur Viky Nduru gab an, der Vorfall habe sich am Montag gegen 02:06 Uhr Ortszeit ereignet. Zu diesem Zeitpunkt fuhr er zusammen mit einem Freund auf einem Motorrad.

Als sie an der Kreuzung an der Ampel von Glugur Darat, genau auf der Jalan Bambu, ankamen, wurden Viky und sein Freund von vier Personen verfolgt, die behaupteten, Polizisten zu sein. Sie fuhren auf drei Motorrädern.

Diese vier Personen versuchten, das Fahrzeug des Opfers zu stoppen. Aufgrund der dunklen Straßenverhältnisse geriet das Opfer jedoch in Panik und entschied sich, zu beschleunigen.

„Also rief uns jemand an und beschimpfte uns. Dann sagte mein Freund: ‚Wer ist das?‘, und er forderte mich auf, weiterzufahren“, so Viky.

Als sie an der Jalan Alfalah Raya ankamen, verfolgten die vier Personen sie weiter und blockierten ihr Fahrzeug. Zwei der vier zogen zudem Pistolen aus ihren Hosentaschen. Das Opfer gab an, dass sie weiterhin mit Schimpfwörtern attackiert wurden.

„Wir flohen sofort und fuhren zum Friseursalon“, sagte er.

Das Opfer und sein Freund erreichten daraufhin den Friseursalon, der auch ihre Wohnung ist. Die vier Personen kamen jedoch ebenfalls an diesen Ort.

„Es kam zu einem verbalen Streit zwischen uns und diesen vier angeblichen Polizisten. Sie betraten den Friseursalon und wollten meinen Freund mitnehmen“, fuhr Viky fort.

Viky behauptete, er habe sie aufgefordert, ihren Polizeiausweis zu zeigen. Dies taten sie jedoch nicht.

„Ich verlangte ihren Polizeidienstausweis, aber sie zeigten ihn nicht. Sie beschimpften uns weiter und schlugen meinen Freund“, erklärte er.

Viky sagte, einer von ihnen habe sogar eine Pistole auf den Kopf seines Freundes gerichtet. Viky gab zudem an, sein Freund sei geschlagen worden, bis er Prellungen davontrug.

Anschließend habe sich die Lage geändert, nachdem er erwähnt hatte, dass ihre Aktionen von einer CCTV-Kamera aufgezeichnet wurden. Sie wurden eingeschüchtert und verließen sofort den Ort.

„Diese vier angeblichen Polizisten zogen sich sofort zurück, steckten die Pistole in die Hosentasche und verließen uns dann umgehend“, berichtete er.

Nach dem Vorfall gab Viky an, den Vorfall beim örtlichen Nachbarschaftsvorsteher gemeldet zu haben. Nach drei Tagen Wartezeit gab es jedoch keine Reaktion oder ein Entgegenkommen der Täter.

Schließlich meldete das Opfer den Vorfall der Abteilung für Beruf und Sicherheit der nordsumatranischen Polizei.

Der Leiter der Öffentlichkeitsarbeit der nordsumatranischen Polizei erklärte, man führe noch Untersuchungen der mutmaßlichen Täter durch. Er gab auch an, dass die Waffen, die die Täter zur Bedrohung des Opfers verwendeten, untersucht würden.

„Wir führen derzeit weitere eingehende Untersuchungen jedes einzelnen Täters durch“, sagte er am Donnerstag.