Ein Aktienstratege von UBS Securities China erklärte am 19., die mittelfristige Perspektive für chinesische Aktien sei positiv, was auf eine deutlich verbesserte Marktstimmung zurückzuführen sei.

Analysen zufolge habe der Vermögenseffekt, der sich aus dem Durchbrechen der Höchststände vom Oktober 2024 durch die großen A-Aktien-Indizes ergebe, seit August schrittweise Kapital von außerhalb der Börse angezogen. Die Neuemissionen von öffentlichen und privaten Fonds seien kürzlich deutlich über dem Durchschnitt des Vorjahres gelegen, und auch langfristige Mittel, vertreten durch Versicherungskapital, strömten aktiv in den Markt.

„Aktienorientierte Publikumsfonds verzeichneten in diesem Jahr eine Gesamtrendite von 17 % und kehrten damit die schwache Performance der letzten drei Jahre um, in denen sie hinter dem Index zurückblieben.“ Aus historischer Perspektive hinke der Umfang neuer Publikumsfonds-Emissionen typischerweise der Börsenperformance hinterher. Das bedeute, dass mit der Erholung des Aktienmarktes und der Fondsperformance der Umfang der Neuemissionen in China voraussichtlich allmählich zunehmen und einen positiven Kreislauf bilden werde.

Schätzungen zufolge werde der „Umsetzungsplan zur Förderung von mittel- und langfristigen Kapitalanlagen am Markt“, der Anfang des Jahres gemeinsam vom Zentralen Finanzbüro, der chinesischen Wertpapieraufsichtsbehörde und dem Finanzministerium veröffentlicht wurde, voraussichtlich bis 2025 zu einem Nettozufluss von Versicherungskapital in Aktienanlagen von 1 Billion Yuan (RMB) führen. Das Versicherungskapital werde auch im zweiten Halbjahr weiter in den Markt fließen.

„Darüber hinaus stellen wir fest, dass das durchschnittliche tägliche Handelsvolumen auf dem A-Aktien-Markt im ersten Halbjahr dieses Jahres 1,39 Billionen Yuan betrug, im Juli 1,63 Billionen Yuan und im August bisher auf 1,95 Billionen Yuan angestiegen ist. Dies deutet darauf hin, dass auch die Stimmung der Privatanleger sich verbessert.“