Peking verfügt über umfangreiche medizinische Ressourcen und Fachärzte in verschiedenen Disziplinen. Früher waren die Informationssysteme der einzelnen Krankenhäuser jedoch nicht miteinander verbunden. In den letzten Jahren hat Peking durch kontinuierliche Förderung der Digitalisierung die Funktionen für Terminbuchungen und Befundabfragen aller Krankenhäuser der Sekundär- und Tertiärversorgung in eine städtische Plattform integriert.

Früher mussten Patienten nach einer Verschreibung oder Überweisung durch den Arzt zum Selbstbedienungsterminal oder an die Zahlstelle gehen. Jetzt können sie über die einheitliche Terminbuchungsplattform Pekings online bezahlen und die Abrechnung mit der Krankenkasse direkt abwickeln. Die Plattform fungiert als große cloudbasierte Ressourcendatenbank. Dort werden relevante Untersuchungsberichte und medizinische Bildaufnahmen aus den Krankenhäusern hochgeladen, sodass Patienten sie bequem auf ihrem Smartphone einsehen und teilen können. Darüber hinaus werden Befunde und Bilder nun auch krankenhausübergreifend anerkannt.

Illustration der digitalen Gesundheitsplattform

Traditionelle Röntgenfilme zeigten Ärzten nur einen begrenzten Satz von Bildern. Jetzt ermöglicht die Durchsicht von tausenden Aufnahmen insgesamt eine mehrwinkelige 3D-Rekonstruktion. Gleichzeitig können Aufnahmen aus verschiedenen Krankenhäusern abgerufen und Veränderungen einer Erkrankung über die Zeit verglichen werden, was die klinische Behandlung präziser steuert. Seit der Einführung cloudbasierter Bildgebung sind Untersuchungs- und Filmentgelt in ambulanten und stationären Bereichen vollständig getrennt. Benötigen Patienten tatsächlich physikalische Filme, können sie diese an Selbstbedienungsterminals bezahlen.

Darstellung der cloudbasierten Bildgebung und 3D-Rekonstruktion

Um die Nutzung für ältere Menschen zu erleichtern, hat die Plattform eine „Senioren-Version“ mit extra großen Schriftarten und vereinfachten Abläufen eingeführt. Zudem stehen über 200 manuelle Serviceplätze zur Verfügung, über die Termine auch telefonisch unter 114 vereinbart werden können.

Screenshot der benutzerfreundlichen Senioren-Version der Plattform

Es werden kontinuierlich neue Funktionen eingeführt, um die Digitalisierung der primären Gesundheitsversorgung in der Stadt weiter voranzutreiben. Informationen aus allen Versorgungsstufen – von der Grundversorgung über Sekundär- bis zu Tertiärkrankenhäusern – werden vollständig zusammengeführt. Für Krankenhäuser reduziert dies Doppelstrukturen. Für Patienten entfällt die mühsame Suche auf verschiedenen Plattformen. Jede Person kann alle ihre persönlichen Gesundheitsdaten auf der städtischen Plattform abrufen, was auch ein besseres eigenes Gesundheitsmanagement ermöglicht.