Lebensmittelsicherheit: Neue Standards und digitale Etiketten
Lebensmittelsicherheit betrifft die Gesundheit aller. Wie kann sich die Bevölkerung sicher und gesund ernähren? Am 25. Mai veranstaltete die Nationale Gesundheitskommission eine Pressekonferenz, um diese Fragen zu klären.
Insgesamt 1.750 nationale Lebensmittelsicherheitsstandards veröffentlicht
Lebensmittelsicherheitsstandards sind eine entscheidende Grundlage für den Schutz der öffentlichen Gesundheit. Auf der Pressekonferenz wurde bekannt gegeben, dass die Nationale Gesundheitskommission nach dem Grundsatz der „strengsten Standards“ insgesamt 1.750 nationale Lebensmittelsicherheitsstandards erlassen hat, die über 20.000 Indikatoren und mehr als 340 Lebensmittelkategorien abdecken.
Im Bereich der Prozesskontrolle legt der neu überarbeitete allgemeine Hygienekodex für die Lebensmittelproduktion strengere Regeln für jeden Schritt der Herstellung fest. Die neuen Standards ermutigen Unternehmen, „kritische Kontrollpunkte“ zu identifizieren und das Management von Allergenen und Mikroorganismen zu verbessern. Werden beispielsweise Rohrleitungen für die Herstellung von Erdnussbutter nicht gründlich gereinigt, können Rückstände von Allergenen Verbraucher mit Erdnussallergie gefährden. Die Standards verlangen eine vollständige Reinigung, um solche Verunreinigungen zu vermeiden.
„Bei Standards geht es nicht um Quantität, sondern um Wirksamkeit und Ausreichendheit.“ Am Beispiel des Berichts über Kadmiumbelastung in gefriergetrockneten Erdbeeren vom 15. März wurde erläutert, dass die bestehenden Grenzwerte für Schadstoffe in der Produktion bereits einen Kadmiumgrenzwert von 0,05 mg/kg für frische Erdbeeren festlegen. Werden konforme frische Erdbeeren verwendet, ist die Lebensmittelsicherheit von gefriergetrockneten Erdbeeren gewährleistet.
Digitale Etikettenanwendungen nehmen zu
Im Jahr 2025 veröffentlichte die Nationale Gesundheitskommission überarbeitete Kennzeichnungsstandards für verpackte Lebensmittel, die digitale Etiketten in den Rechtsrahmen aufnehmen. Gemeinsam mit den zuständigen Ministerien wurde ein Hinweis zur Förderung digitaler Etiketten mit detaillierten Anwendungsanforderungen herausgegeben. Chinas Kennzeichnung von verpackten Lebensmitteln ist in eine neue digitale Phase eingetreten, und die Nutzung digitaler Etiketten nimmt stetig zu.
Laut Statistik verwenden in China derzeit über 8.000 Produkte digitale Etiketten, die Dutzende von Alltagsgegenständen abdecken. Einige bekannte Marken spielen dabei eine Vorreiterrolle.
„Digitale Etiketten sind ein unvermeidliches Produkt des digitalen Zeitalters und eine wichtige Anwendung digitaler Technologien im Lebensmittelbereich.“ Digitale Etiketten, die per Smartphone-Scan abgerufen werden, können Informationen in verschiedenen Formaten wie Audio, Video und vergrößertem Text anzeigen – Verbraucher sehen klar, was sie wissen wollen. Dies ist nicht nur ein technologischer Fortschritt, sondern auch eine starke Garantie für das Recht der Verbraucher auf Information.
Beim Kauf von Lebensmitteln empfiehlt es sich, zunächst Produktname und -art zu prüfen; dann die Zutatenliste zu lesen (Zutaten, die weiter vorne stehen, haben einen höheren Anteil); und schließlich die Nährwerttabelle mit den Werten für Energie, Kohlenhydrate, Fett, Eiweiß und Natrium zu beachten.
„Neben den genannten Punkten sollten Verbraucher auch auf das Herstellungsdatum, das Mindesthaltbarkeitsdatum und die Lagerungshinweise achten – etwa ob Kühlung oder Tiefkühlung erforderlich ist.“
Lebensmittelsicherheit im Sommer erfordert besondere Aufmerksamkeit
Laut relevanten Überwachungsdaten liegt der Zeitraum von Juni bis September jedes Jahres in der Hochsaison für lebensmittelbedingte Erkrankungen: Die Anzahl der Vorfälle und betroffenen Personen macht etwa zwei Drittel der Jahressumme aus. Lebensmittelbedingte Erkrankungen in Privathaushalten machen etwa zwei Drittel der jährlichen Vorfälle und etwa die Hälfte der betroffenen Personen aus.
Experten erinnern daran, dass bei Familienmahlzeiten auf Details der Lebensmittelsicherheit zu achten ist: gute Reinigungsgewohnheiten entwickeln, rohe und gekochte Lebensmittel trennen und Speisen durcherhitzen. Besondere Vorsicht ist geboten: Unzureichend gegarte grüne Bohnen können Kopfschmerzen und Magen-Darm-Beschwerden verursachen; Holzohrenpilze und Silberohrenpilze sollten sofort zubereitet und verzehrt werden – zu langes Einweichen und Lagern kann die Bildung von Bongkreksäure fördern, was zu schweren Vergiftungen führt; frische Taglilienknospen müssen von den Staubblättern befreit, blanchiert, eingeweicht und durchgegart werden. Sojamilch sollte aufgekocht und dann noch einige Minuten weitererhitzt werden, um sicherzustellen, dass sie vollständig gegart ist.
Angesichts der bevorstehenden Hochschulaufnahmeprüfung ist die Lebensmittelsicherheit der Prüflinge für Eltern in den Fokus gerückt. Es wird empfohlen, die Nahrungsaufnahme sorgfältig zu kontrollieren: Prüflinge sollten möglichst zu Hause oder in der Schulmensa essen; eine ausreichende Nährstoffversorgung mit genügend Grundnahrungsmitteln pro Tag sicherstellen, auf eine Kombination von Vollkorn und Weißmehl achten; eine ruhige Einstellung bewahren und vor der Prüfung keine plötzlichen großen Ernährungsumstellungen vornehmen. Falls Anpassungen nötig sind, sollten diese schrittweise auf der Grundlage der üblichen Essgewohnheiten erfolgen, um Magen-Darm-Beschwerden durch zu große Veränderungen zu vermeiden.