Der Bundesstaat erlebte einen Machtwechsel, der zur Bildung einer Doppelregierung führte. In der Folge soll Siliguri nun an die Karte des indischen Hochgeschwindigkeitsverkehrs angeschlossen werden. Die Eisenbahnbehörden haben die Initiative für das Projekt „New Jalpaiguri–Varanasi“ ergriffen. Für die Erstellung des detaillierten Projektberichts wurde der März nächsten Jahres als Frist gesetzt. Sobald der Bericht vorliegt, wird er dem Eisenbahnvorstand zur Genehmigung vorgelegt. Nach grünem Licht aus dem Vorstand soll dann der umfassende Gleisbau beginnen.
Laut Eisenbahnkreisen könnten die ersten Vermessungsarbeiten für den geplanten Hochgeschwindigkeitskorridor Siliguri–Varanasi bereits im Juli dieses Jahres anlaufen. Ist der Zug erst einmal in Betrieb, wird die Reise von Varanasi über Patna (Bihar) nach Siliguri nur noch zwei Stunden und 55 Minuten dauern. Der Hochgeschwindigkeitszug wird drei Bundesstaaten verbinden: Westbengalen, Bihar und Uttar Pradesh. Die National High Speed Rail Corporation Limited hat ein spezielles Vermessungsteam für dieses Megaprojekt eingesetzt. Das Team wird ab Juli mit Luft- und Bodenvermessungen beginnen. Anschließend werden die endgültige Streckenführung und die technischen Details des Korridors festgelegt. Ziel ist es, den detaillierten Projektbericht bis März 2027 fertigzustellen. Danach wird er dem Eisenbahnvorstand zur Genehmigung vorgelegt. Nach der Freigabe beginnen die Bauarbeiten an der Bahnstrecke.
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Die ersten Vermessungsarbeiten für den geplanten Hochgeschwindigkeitskorridor Siliguri–Varanasi könnten im Juli dieses Jahres beginnen. Ist der Zug erst in Betrieb, wird die Fahrt von Varanasi über Patna (Bihar) nach Siliguri nur zwei Stunden und 55 Minuten dauern. Der Zug wird drei Bundesstaaten verbinden: Westbengalen, Bihar und Uttar Pradesh.
Der erste indische Hochgeschwindigkeitszug soll auf der Strecke Mumbai–Ahmedabad verkehren. Das offizielle Design – der erste Blick – dieses Zuges wurde von der indischen Eisenbahn bereits veröffentlicht. Der Zug wird auf einem 508 Kilometer langen Schienenkorridor mit einer Geschwindigkeit von 320 Kilometern pro Stunde fahren. Nach Angaben aus Eisenbahnkreisen wurde der Zug mit der japanischen Shinkansen-Technologie gebaut. Vom Design über die Signaltechnik bis hin zu den Sicherheitsstandards stammt alles aus Japan. Das gesamte Projekt wird im Rahmen der „Make in India“-Politik der Modi-Regierung umgesetzt. Dasselbe Modell soll nun auch auf dem Korridor New Jalpaiguri–Varanasi umgesetzt werden. Dies wird voraussichtlich zu erheblichen Veränderungen im Tourismus und anderen Wirtschaftsbereichen in Nordbengalen führen.
Diese Initiative gibt den Handelskammern und Tourismusorganisationen im Norden neue Hoffnung. Die Verantwortlichen glauben, dass die Inbetriebnahme des Hochgeschwindigkeitszuges Siliguri–Varanasi die Wirtschaftslandschaft des Nordens grundlegend verändern wird. Besonders die Tourismusbranche werde einen Aufschwung erleben. Denn mit dem Zug sei es möglich, die Strecke Varanasi–Siliguri in nur zwei Stunden und 55 Minuten zurückzulegen. Dies werde den Zustrom in- und ausländischer Touristen in die Duars und die Hügel des Nordens erhöhen. Raj Basu, Leiter von Help Tourism, sagte: „Die Einführung des Hochgeschwindigkeitsverkehrs wird neue Wege für Geschäftsausweitungen und Arbeitsplätze eröffnen.“ Der BJP-Abgeordnete für Siliguri, Shankar Ghosh, erklärte, die Menschen könnten dann mit dem Zug direkt und im Handumdrehen von Siliguri nach Varanasi reisen. Nordbengalen stehe vor einer revolutionären Veränderung seines Verkehrssystems.
Varanasi
Varanasi, eine der ältesten durchgehend bewohnten Städte der Welt, ist ein bedeutendes spirituelles Zentrum Indiens am Ufer des Ganges. Seit Jahrtausenden ist sie ein Ort der hinduistischen Pilgerfahrt, der Gelehrsamkeit und der Kultur. Sie wird mit dem Gott Shiva assoziiert und soll die Befreiung vom Kreislauf der Wiedergeburt ermöglichen. Ihre Ghats, Tempel und lebendigen Rituale ziehen seit Jahrhunderten Suchende und Reisende an und machen sie zu einem lebendigen Symbol der altindischen Zivilisation.
Siliguri
Siliguri ist eine bedeutende Stadt im indischen Bundesstaat Westbengalen und dient als wichtiges Handels- und Verkehrsdrehkreuz für die nordöstliche Region. Ihre moderne Entwicklung begann im 19. Jahrhundert unter britischer Kolonialherrschaft, als sie zu einem wichtigen Eisenbahnknotenpunkt wurde, der die Ebenen mit den Hill Stations von Darjeeling und Sikkim verband. Heute ist sie bekannt für ihre strategische Lage nahe den Grenzen zu Nepal, Bhutan und Bangladesch sowie ihre Rolle als Tor zu den Himalaya-Staaten.
New Jalpaiguri
New Jalpaiguri ist ein bedeutender Eisenbahnknotenpunkt und eine Stadt im indischen Bundesstaat Westbengalen. Sie dient als wichtiges Tor zu den nordöstlichen Bundesstaaten und der Himalaya-Region. Die Stadt wurde im frühen 20. Jahrhundert entwickelt, der Bahnhof New Jalpaiguri Junction wurde 1962 eröffnet, um den älteren Bahnhof Siliguri Junction als zentralen Knotenpunkt für Breitspurstrecken abzulösen. Der Name der Stadt setzt sich aus „Jalpaiguri“ (dem Distrikt, zu dem sie gehört) und „New“ zusammen, um sie von der älteren Stadt zu unterscheiden – ein Hinweis auf ihre strategische Rolle bei der Verbindung der indischen Ebenen mit den Hügeln.
Patna
Patna, die Hauptstadt des indischen Bundesstaates Bihar, ist eine der ältesten durchgehend bewohnten Städte der Welt und war ursprünglich als Pataliputra bekannt. Sie diente als Hauptstadt mächtiger antiker Reiche, darunter die Maurya- und Gupta-Dynastien, und war ein bedeutendes Zentrum der Gelehrsamkeit und Kultur. Heute ist sie ein wichtiges historisches und politisches Zentrum mit Sehenswürdigkeiten wie dem Golghar und dem Patna Museum.
Bihar
Bihar, ein Bundesstaat in Ostindien, ist eine der ältesten bewohnten Regionen des Landes mit einer reichen Geschichte als bedeutendes Macht- und Bildungszentrum. Es war das Kernland des antiken Magadha-Königreichs, aus dem zwei der größten indischen Reiche hervorgingen – die Maurya- und die Gupta-Dynastie – und beherbergte die renommierte Universität Nalanda, ein führendes buddhistisches Bildungszentrum vom 5. bis 12. Jahrhundert. Heute ist Bihar bekannt für sein kulturelles Erbe, darunter buddhistische und jainistische Pilgerstätten wie Bodh Gaya, wo der Buddha die Erleuchtung erlangte.
Westbengalen
Westbengalen ist ein kulturell reicher Bundesstaat in Ostindien, bekannt für seine Geschichte als Zentrum der britischen Kolonialmacht in Kalkutta (heute Kolkata) und der bengalischen Renaissance. Es war eine Schlüsselregion der indischen Unabhängigkeitsbewegung und wurde 1947 während der Teilung Indiens geteilt, was zur Gründung Bangladeschs führte. Heute wird es für sein vielfältiges Erbe gefeiert, darunter die Mangrovenwälder der Sundarbans, klassische Künste und das berühmte Durga-Puja-Festival.
Uttar Pradesh
Uttar Pradesh ist ein kulturell und historisch reicher Bundesstaat in Nordindien und wird oft als das Herzland der indischen Zivilisation betrachtet. Er beherbergt die antiken Städte Varanasi und Ayodhya sowie das ikonische Taj Mahal in Agra. Im Laufe der Geschichte war die Region zentral für den Aufstieg bedeutender Reiche, darunter die Maurya-, Gupta- und Mogul-Dynastien, und spielte eine entscheidende Rolle in der indischen Unabhängigkeitsbewegung.
Mumbai–Ahmedabad
Der Korridor Mumbai–Ahmedabad ist eine wichtige Wirtschafts- und Verkehrsader in Westindien und verbindet die Finanzmetropole Mumbai mit dem kulturellen und kommerziellen Zentrum Ahmedabad in Gujarat. Historisch gesehen war die Region entlang der Westküste Teil antiker Handelsnetzwerke. Die Route gewann während der britischen Kolonialzeit mit dem Ausbau der Eisenbahn und der Textilindustrie an Bedeutung. Heute durchläuft der Korridor einen Wandel: Mit dem Bau der ersten indischen Hochgeschwindigkeitsstrecke werden die beiden Städte verbunden und die regionale Anbindung gestärkt.