Der weltgrößte Flugzeugträger, die USS Gerald R. Ford, hat mit 295 aufeinanderfolgenden Tagen auf See einen neuen Rekord für den längsten Einsatz der letzten 50 Jahre aufgestellt. Der im Juni 2025 begonnene Einsatz umfasste militärische Operationen in Venezuela sowie den Konflikt mit dem Iran. Neben diesem Rekord wurden jedoch ernste Fragen zur psychischen Gesundheit der Besatzung, zum Verschleiß der Ausrüstung und zu Vorfällen wie dem Brand in der Wäscherei aufgeworfen.
Der weltgrößte Flugzeugträger, die USS Gerald R. Ford, hat gestern – am Mittwoch – den US-Rekord für den längsten Einsatz seit dem Vietnamkrieg gebrochen. Der Einsatz der Ford dauerte fast zehn Monate. Während dieser Zeit war sie sowohl an der Militäroperation in Venezuela im Februar als auch an der anschließenden Blockade gegen den Iran beteiligt. Allerdings werden auch Fragen zu dem verlängerten Einsatz des Schiffs laut.
Nach Angaben des US Naval Institute News übertraf der 295. Tag des Schiffs auf See den bisherigen Rekord für den längsten Trägereinsatz der letzten 50 Jahre. Zuvor war die USS Abraham Lincoln im Jahr 2020 – während der COVID-19-Pandemie – 294 Tage im Einsatz gewesen.
Der verlängerte Einsatz dieses gewaltigen Kriegsschiffs hat Fragen zu den Auswirkungen auf die Matrosen aufgeworfen, die lange Zeit von zu Hause weg sind. Gleichzeitig wird die Besorgnis über die erhöhte Belastung des Schiffs und seiner Ausrüstung geäußert. Bemerkenswert ist, dass das Schiff bereits einen Brandvorfall erlitten hat, der eine längere Reparaturzeit erforderlich machte.
Erst Venezuela, dann der Iran
Der Einsatz der Ford begann im vergangenen Juni (2025), als sie ihren Heimathafen in Norfolk, Virginia, in Richtung Mittelmeer verließ. Im Oktober leitete das US-Militär das Schiff in Richtung Karibik um. Der Flugzeugträger nahm kürzlich an der Militäroperation zur Festnahme des damaligen venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro aus seiner Residenz teil. Anschließend sah er sich weiteren Kampfeinsätzen ausgesetzt; während der Operationen gegen den Iran wurde er in die Region des Nahen Ostens verlegt. Das Schiff war in der Anfangsphase des Konflikts mit dem Iran eingesetzt, als es sich im Mittelmeer befand; anschließend durchquerte es den Suezkanal und erreichte Anfang März das Rote Meer.
Ein Brand in der Wäscherei des Schiffs zwang es jedoch zur Rückkehr ins Mittelmeer für Reparaturen.
Senator äußert Besorgnis über langen Einsatz
In dieser Zeit wurde erklärt, dass dieser lange und rekordverdächtige Einsatz „ernsthafte Auswirkungen“ auf die psychische Gesundheit und das allgemeine Wohlbefinden der Besatzung gehabt habe. Es wurde angemerkt, dass infolge des Brandvorfalls etwa 600 Matrosen für eine gewisse Zeit ohne Schlafquartiere waren.
In einer Stellungnahme hieß es: „Sie sollten bei ihren Familien sein, nicht auf Befehl eines Präsidenten um die Welt geschickt werden, der das US-Militär als seine private Palastgarde betrachtet.“