Antworten auf Ihre Fragen zu Dänemarks Hauptstadt, Passdaten, Vorstrafen und vietnamesischer Währung
Frage: Haben Sie Tipps, was man Mitte September in Kopenhagen unternehmen kann?
Antwort: Ein Kurzaufenthalt in der dänischen Hauptstadt wird von Anfang bis Ende ein Genuss sein – solange Sie nicht zu lange über die teilweise hohen Preise nachdenken. Die Anreise vom Flughafen ins Zentrum ist schnell und unkompliziert: Die fahrerlose Metro bringt Sie direkt ins Herz der Stadt.
Im Zentrum angekommen, ist Kopenhagen äußerst fußgängerfreundlich – eine Hauptstadt im menschlichen Maßstab. Der Touristen-Hotspot ist die bunte Hafenpromenade Nyhavn, von wo aus Sie bequem eine Hafenrundfahrt unternehmen können. Das ist eine gute Möglichkeit, sich in dieser maritimen Stadt zu orientieren.
Planen Sie einen Vormittag oder Nachmittag für die beeindruckende Sammlung der Dänischen Nationalgalerie ein. Sie sollten auch Zeit im Hippie-Viertel Freetown Christiania verbringen, einer ehemaligen Militärbasis, die in den 1970er Jahren besetzt wurde. Ein geführter Rundgang mit einem ortskundigen Begleiter ist besonders lohnend.
Wenn Sie einen Tag übrig haben, lohnt sich ein Ausflug nach Malmö in Schweden – Kopenhagens nicht-identischem Zwillingsbruder. Die Stadt besticht durch industrielle Schönheit, die von der schimmernden Ostsee und der sanften Landschaft im tiefen Süden Schwedens umrahmt wird.
Sie erreichen Malmö in etwa 20 Minuten mit dem Zug über die Öresundbrücke. Besichtigen Sie dort das Master Johan Hotel mit seinem eleganten Innenhof und schlendern Sie zu den Ribersborgs Freiluftbädern, die sich in die Ostsee erstrecken.
Abschließend empfehle ich Ihnen, Ihren Besuch im malerischen Fischerhafen Amager ausklingen zu lassen – eigentlich eine Insel, mit der Metro erreichbar und nahe am Flughafen gelegen. Genießen Sie dort ein letztes Getränk und/oder einen Spaziergang, bevor es nach Hause geht.

Frage: Sie berichteten über einen Passagier mit gültigem Reisepass, der am Flughafen abgewiesen wurde – wieder eine schreckliche Geschichte eines Urlaubs, der durch schlecht geschulte Mitarbeiter mit fehlerhafter Auslegung der Passgültigkeitsregeln ruiniert wurde. Aber mir kam ein Gedanke: Wenn wir uns online einchecken, fragen die Fluggesellschaften vorab nach den Passdaten. Könnten sie ihre Systeme nicht so anpassen, dass sie auch das Ausstellungsdatum erfassen? Dann könnten die Überprüfungen bereits vor der Anreise zum Flughafen abgeschlossen sein.
Antwort: Seit Inkrafttreten der Grenzregelungen nach dem Brexit müssen die Pässe britischer Reisender für Reisen in die EU zwei Bedingungen erfüllen. Am Tag der Einreise in die EU darf das Dokument nicht älter als zehn Jahre sein, und am geplanten Abreisetag müssen noch mindestens drei Monate Restgültigkeit bestehen. Diese beiden Bedingungen sind unabhängig voneinander. Das ist relevant, weil viele britische Pässe, die bis September 2018 ausgestellt wurden, eine maximale Gültigkeit von zehn Jahren und neun Monaten hatten.
Ein am 8. September 2015 ausgestellter Pass, der bis zum 8. Juni 2026 gültig ist, berechtigt zur Einreise in die EU bis einschließlich 7. September 2025 für einen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen. Bedauerlicherweise haben einige Flughafen-Bodenmitarbeiter wiederholt darauf bestanden, dass britische Pässe für Reisen in die EU nicht mehr verwendet werden können, sobald sie neun Jahre und neun Monate alt sind.
Es wäre hilfreich, wenn Fluggesellschaften, die hauptsächlich britische Passagiere in die EU befördern, ein Online-Feld im Verfahren der Vorab-Passagierdaten hinzufügen könnten, um nicht konforme Dokumente bereits vor der Anreise zum Flughafen zu identifizieren. Fluggesellschaften, die eine Vielzahl von Reisenden zu Dutzenden von Zielen – viele davon außerhalb Europas – befördern, sind ein eigener Fall, da dort andere Regeln gelten.
Die Fluggesellschaften sagen, es sei Sache des Passagiers, die Passregeln zu kennen und einzuhalten. Im Gegenzug müssen die Fluggesellschaften sicherstellen, dass sie die Regeln stets korrekt anwenden.
