Laut dem Nationalen Zentrum für Hydro-Meteorologische Vorhersage (NCHMF) hat sich der Taifun Sinlaku im nordwestlichen Pazifik am Abend des 12. April zu einem Supertaifun verstärkt. Die maximale Windgeschwindigkeit nahe dem Sturmzentrum erreichte Stufe 16 (190 km/h), mit Böen über Stufe 17.

Dies ist der erste Supertaifun des Jahres 2026.

Sinlaku ist damit derzeit der stärkste Sturm weltweit in diesem Jahr, mit einem Kerndruck von 920 hPa. Er übertrifft damit den Taifun Maila in der australischen Region (924 hPa).

Dies ist zudem erst das dritte Mal seit 1977, dass sich im April ein Supertaifun bildet – der vorherige war Supertaifun Surigae im Jahr 2021.

Aktuell befindet sich Supertaifun Sinlaku noch etwa 3.000 km östlich der Philippinen.

Das Satellitenbild zeigt das deutliche Auge des Supertaifuns, mit starker konvektiver Wolkenbildung und einer symmetrischen Zirkulation.

Das NCHMF erklärte, die derzeitigen Umweltbedingungen über dem Seegebiet seien günstig für eine weitere Intensivierung. Dazu zählen hohe Meerestemperaturen, ein hoher Wärmegehalt des Ozeans und nur schwache Windscherung in der Höhe. Dies schaffe die Voraussetzungen für eine rasche Verstärkung des Sturms innerhalb der nächsten 24 Stunden.

Die Prognose sagt für Supertaifun Sinlaku eine maximale Intensität von etwa Stufe 16-17 (185 – 220 km/h) voraus, mit Böen über Stufe 17.

In seiner Zugbahn wird erwartet, dass der Supertaifun heute Nacht und morgen mit etwa 15 km/h in nordwestlicher Richtung zieht.

Anschließend wird Sinlaku seinen Kurs auf Nord drehen und voraussichtlich um den 16.-17. April erneut auf Nord-Nordost abdrehen, Richtung des Seegebiets östlich von Japan. Dabei wird seine Intensität allmählich nachlassen.

„Alle aktuellen Sturmvorhersagen deuten darauf hin, dass der Taifun höchstwahrscheinlich nicht in das Gebiet des Südchinesischen Meeres gelangen wird“, so das NCHMF. Das Zentrum beobachte die Entwicklung des Sturms weiterhin genau.

Bereits am Morgen des 10. April hatte sich eine tropische Depression im nordwestlichen Pazifik zum Sturm verstärkt und den internationalen Namen Sinlaku erhalten. Es war damals prognostiziert worden, dass der Sturm in den folgenden Tagen kontinuierlich an Stärke gewinnen und möglicherweise Stufe 15 (50 m/s) erreichen könnte, aber wahrscheinlich nicht ins Südchinesische Meer vordringen würde.