„Jetzt können mir Roboter Pakete direkt an den Arbeitsplatz liefern, das ist wirklich neuartig!“ Kürzlich erhielt Herr Huang, ein Angestellter in einem Bürogebäude in der Xuanwumen West Street Nr. 131, einen Abholanruf von einem Roboter. Ein Zustellroboter mit blinkenden Signallichtern nahm selbstständig den Aufzug aus dem intelligenten Postamt im Erdgeschoss und fuhr nach oben, um das Paket zuzustellen. Herr Huang ging zum Aufzug, gab einen Verifizierungscode ein, und schon öffnete der Roboter in einer flüssigen Bewegung sein Fach – darin lag das dringend erwartete Paket.
In der Lobby dieses Bürogebäudes wurde eine etwa 30 Quadratmeter große ungenutzte Fläche zu einem intelligenten Mini-Postamt umgebaut. Roboter können Pakete tragen und selbstständig den Aufzug für Zustellung und Abholung nutzen; die Fächer der Abholregale können zur Wegführung leuchten; und das Postamt kann im „24-Stunden-unbeaufsichtigten Betrieb“ laufen… Dies ist das zweite intelligente Postamt Pekings. Zuvor war das Yinglan-Gebäude in der Financial Street Nr. 7 zum ersten „Smart Post Office“ der Stadt umgebaut worden.

„Früher, wenn ich einen Zustellanruf bekam und gerade in einer Besprechung oder beschäftigt war und nicht selbst runtergehen konnte, musste ich jemand anderen um Hilfe bitten. Wenn ich den Boten bat, es an einem bestimmten Ort abzulegen, war mir das etwas unheimlich“, sagte eine Angestellte namens Wu im Bürogebäude. „Jetzt mit diesem Mini-Postamt muss ich nicht mehr zu bestimmten Zeiten hetzen, um Pakete abzuholen, und bin auch nicht mehr an Abholzeiten gebunden.“
Betritt man dieses intelligente Postamt, ist das an der Wand platzierte, intelligent lichtgeführte Regal das Kernstück. Um ein Paket abzuholen, scannen Nutzer einen QR-Code am Eingang und geben einen Abholcode ein. Nach der Verifizierung per Scan oder Gesichtserkennung leuchtet das entsprechende Regalfach, in dem ihr Paket liegt, sofort in grün, gelb oder blau auf und gibt eine präzise Wegleitung. Der Selbstbedienungs-Postautomat ermöglicht es Nutzern rund um die Uhr, den gesamten Vorgang von Auftragserfassung, Wiegen, Bezahlung bis zum Etikettendruck selbstständig zu erledigen.
Nachdem der Empfänger sein Paket gefunden hat, muss die Verifizierung noch an einem intelligenten Checkout-Gerät abgeschlossen werden. Der Projektleiter erläuterte: Wenn ein Nutzer den Paketbarcode in den Scanbereich hält, liest das Gerät die Paketinformationen aus und führt gleichzeitig eine Gesichtserkennung durch sowie eine Aufnahme des Empfängers. So wird ein „Sekunden-Checkout“ und eine sichere Rückverfolgbarkeit erreicht. Ein 360-Grad-Überwachungssystem stellt sicher, dass der gesamte Serviceprozess sicher und kontrollierbar abläuft. „Wenn jemand versehentlich das falsche Paket nimmt, gibt das System sofort eine Sprachaufforderung aus, und das falsche Fach blinkt mit einer roten Warnleuchte“, so der Projektleiter.

Im Vergleich zum ersten intelligenten Postamt wurde hier ein Zustellroboter hinzugefügt. Die Postmitarbeiter müssen die Pakete nur noch in das Staufach des Roboters legen. Der Roboter kann sich dann auf sein autonomes Navigationssystem verlassen, eine Route planen, den Aufzug nehmen und präzise jede beliebige Etage im Gebäude ansteuern, wobei er Empfänger automatisch per SMS und Anruf benachrichtigt. Nachdem Nutzer eine Abholung über ein Mini-Programm vereinbart haben, kann der Roboter auch eine „Abholung an der Tür“ durchführen und so „jederzeit absenden, intelligent abholen“ ermöglichen.
