Die Polizeibehörde der Hauptstadt gab am 26. bekannt, dass die Leiche eines 68-jährigen Mannes, die eigentlich seiner Familie auf der Polizeiwache Tama Chuo übergeben werden sollte, versehentlich einem Bestattungsunternehmen übergeben und eingeäschert wurde. Grund dafür war, dass die zur Identifikation an den Leichen angebrachten Markierungen nicht überprüft wurden und es so zu einer Verwechslung mit einer anderen Leiche kam. Der Leiter der Polizeiwache entschuldigte sich noch am selben Tag bei der Familie.
Laut Angaben der Abteilung für Strafsachen versuchten zwei Polizeibeamte in ihren 30ern aus der Abteilung für die Bekämpfung der Organisierten Kriminalität am 25. Juli, die Leiche eines 65-jährigen obdachlosen Mannes einem Bestattungsunternehmen zu übergeben. Dabei übergaben sie jedoch versehentlich die Leiche des 68-Jährigen. Die Verwechslung wurde am 23. August im Rahmen der Formalitäten für die Übergabe der Leiche des 68-Jährigen an seine Familie entdeckt.
Die Behörde erklärte, dass zwar Arm- und Namensbänder an den aufbewahrten Leichen angebracht werden, die Identität bei der Übergabe an das Unternehmen jedoch nicht überprüft wurde. Zusätzlich schreiben die Vorschriften vor, dass bei Leichenübergaben ein Polizeiinspektor oder ein höherrangiger Ermittlungsleiter anwesend sein muss. Dies wurde jedoch den beiden Polizeibeamten überlassen. Gegen die beteiligten Beamten werden nun disziplinarische Maßnahmen geprüft.
Der Leiter der Abteilung für Strafsachen kommentierte: „Eine Verwechslung von Leichen ist inakzeptabel. Wir werden die Bestätigungsverfahren bei Übergaben rigoros durchsetzen.“