Livebericht von vor dem Bezirksgericht Kushiro in Hokkaido.

Wie war die Stimmung heute im Gerichtssaal?

Während des Prozesses, der am 16. April um 10 Uhr begann, trugen die Angehörigen der Opfer am Vormittag ihre Aussagen vor.

Die Familie eines verstorbenen Bruders erklärte: „Der Angeklagte Katsurada war in der Lage, die Abfahrt zu stoppen. Wir fordern ihn auf, nicht vor der Entscheidung zur Ablegereise die Augen zu verschließen“, und appellierte damit, sich dem Unfall aufrichtig zu stellen.

Während die Familienmitglieder ihre Aussagen machten, zitterten ihre Hände so sehr, dass die Papiere, die sie hielten, sichtbar bebten, als sie mit großer Mühe sprachen.

Als Reaktion hallten Schluchzer durch den Gerichtssaal.

Der Angeklagte Katsurada hörte die ganze Zeit mit leicht gesenktem Kopf zu und schien nicht in Richtung der Familienmitglieder zu blicken.

Der zentrale Streitpunkt in diesem Prozess ist, „ob der Unfall vorhersehbar war“.

Die Staatsanwaltschaft wies darauf hin, dass „dem Angeklagten Katsurada bewusst war, dass die Rückfahrt nach Utoro am Nachmittag stattfinden würde, wenn sich das Wetter verschlechtert.“

Weiterhin erklärten sie: „Es war vorhersehbar, dass die erwartete Wetterverschlechterung während der Fahrt die Betriebsgrenzwerte überschreiten und eine Gefahr für die Kazuwan darstellen würde“, und forderten eine Freiheitsstrafe von fünf Jahren.

Die Verteidigung plädierte dagegen in der ersten Verhandlung auf Freispruch und argumentierte: „Das Schiff hätte zurückkehren können, wenn die Lukenpanne nicht gewesen wäre, die bei einer Inspektion vor dem Unfall als bestanden bewertet worden war.“

Der Prozess soll morgen, am 17. Tag, mit den Schlussplädoyers der Verteidigung und der abschließenden Aussage des Angeklagten Katsurada fortgesetzt werden. Das Urteil wird am 17. Juni verkündet.