In Muroran und anderen Gebieten der Unterpräfekturen Iburi und Hidaka in Hokkaido wird der Grundpreis für Taxifahrten ab dem 27. März um 100 Yen auf 700 Yen angehoben.

Es handelt sich um die erste Tariferhöhung seit etwa zweieinhalb Jahren.

Von der Preisanpassung sind Taxis in 18 Städten und Gemeinden in den Unterpräfekturen Iburi und Hidaka betroffen, darunter Muroran und Tomakomai.

Zwar steigt der Grundpreis um 100 Yen auf 700 Yen, jedoch wird die Grundstrecke leicht von 1,237 Kilometern auf 1,3 Kilometer verlängert.

Der Zuschlag pro Teilstrecke bleibt bei 100 Yen, doch die Distanz für diesen Zuschlag wird von 303 Metern auf 275 Meter verkürzt, was einer faktischen Fahrpreiserhöhung gleichkommt.

„Die Instandhaltungskosten und Personalkosten sind stark gestiegen. Wir haben die Preise angepasst, um auch in Zukunft einen guten Service anbieten zu können.“

Ziel der Tarifanpassung ist es, auf die gestiegenen Kosten zu reagieren und die Arbeitsbedingungen der Fahrer zu verbessern.

Muroran

Muroran ist eine bedeutende Hafen- und Industriestadt auf Hokkaido, Japans nördlichster Hauptinsel. Sie entwickelte sich Ende des 19. Jahrhunderts zu einem wichtigen Zentrum für Kohleverschiffung und Stahlproduktion. Ihr kulturelles Erbe ist eng mit dieser Industriegeschichte und der spektakulären Küstengeografie verbunden, symbolisiert durch die Muroran-Hafenbrücke, eine der ersten Stahlhängebrücken Japans. Heute ist die Stadt auch für ihren frischen Fisch und Aussichtspunkte wie das Kap Chikyu bekannt, die Panoramablicke auf den Pazifik und umliegende Vulkane bieten.

Hokkaido

Hokkaido ist Japans nördlichste und zweitgrößte Insel. Ursprünglich von den indigenen Ainu bewohnt, begann die umfangreiche japanische Besiedlung erst Ende des 19. Jahrhunderts in der Meiji-Ära. Heute ist Hokkaido für seine weiten Naturlandschaften, Großstädte wie Sapporo und besondere saisonale Attraktionen bekannt und verbindet ein einzigartiges kulturelles Erbe mit moderner Entwicklung.

Unterpräfektur Iburi

Die Unterpräfektur Iburi liegt im Südwesten Hokkaidos und beherbergt die lebendige Hafenstadt Muroran sowie den bekannten Onsen-Kurort Noboribetsu. Ihre Entwicklung beschleunigte sich Ende des 19. Jahrhunderts mit der japanischen Besiedlung und Industrialisierung, insbesondere rund um die Stahl- und Hafenindustrie Murorans. Die Region ist auch vom Erbe der indigenen Ainu und der vulkanischen Geografie des Nationalparks Shikotsu-Tōya geprägt.

Unterpräfektur Hidaka

Die Unterpräfektur Hidaka erstreckt sich entlang der Pazifikküste Hokkaidos und gilt als traditionelle Heimat der Ainu. Sie wurde 1897 offiziell als Unterpräfektur eingerichtet und entwickelte sich durch Forstwirtschaft, Fischerei und Landwirtschaft. Heute ist sie für ihre Naturlandschaften, Vollblutpferde-Gestüte und kulturelle Stätten wie das Biratori Ainu Museum (Nibutani Ainu Kulturmuseum) bekannt, die das Ainu-Erbe bewahren.

Tomakomai

Tomakomai ist eine moderne Industriestadt an der Südküste Hokkaidos. Historisch ein kleines Fischer- und Bauerndorf, erlebte es im 20. Jahrhundert einen raschen Aufschwung durch die Ansiedlung einer großen Zellstoffindustrie und den Ausbau zu einem der größten Seehäfen Japans. Heute ist Tomakomai ein wichtiger Wirtschaftsknotenpunkt der Region und fungiert als Tor zum nahegelegenen Flughafen Neu-Chitose.