Der Gouverneur von Jakarta hat auf das anhaltende Problem übermäßiger Egoismen bei Führungskräften regionaler Staatsunternehmen (BUMD) hingewiesen. Seiner Einschätzung nach ist dies eine der Hauptursachen für ins Stocken geratene Kommunikation.
Dies erklärte er beim BUMD Leaders Forum in Ancol, Nordjakarta. Er betonte, dass Ego-Probleme oft die Zusammenarbeit behinderten, die der Stadt erhebliche Vorteile bringen könnte.
„Unser Hauptproblem ist oft das zu große Ego der Verantwortlichen, auch der BUMD-Führungskräfte. Die Kommunikation funktioniert nicht richtig“, so der Gouverneur.
Als Beispiel nannte er die unzureichende Synergie zwischen dem Gebiet Ancol und dem Jakarta International Stadium (JIS), obwohl beide der Provinzregierung unterstehen.
Seiner Aussage nach seien diese beiden Vermögenswerte jahrelang aufgrund schwacher Kommunikation nicht optimal miteinander verbunden gewesen. Dabei könnten beide Unternehmen und die Öffentlichkeit von einer besseren Vernetzung profitieren.
„Ancol gehört mehrheitlich der Provinzregierung, und direkt daneben liegt das JIS, das ebenfalls der Provinzregierung gehört. Beide wurden lange Zeit nicht miteinander verzahnt“, so der Gouverneur.
Die Provinzregierung habe nun begonnen, die beiden Gebiete zu integrieren, unter anderem durch den Bau einer rund 350 Meter langen Verbindungsbrücke. Dieser Schritt könne verschiedene klassische Probleme lösen, wie etwa Verkehrsstaus bei Veranstaltungen im JIS.
Der Gouverneur räumte ein, selbst bei einem Stadionbesuch schwere Staus erlebt zu haben. „Damals war ich mit dem Präsidenten zu einem Konzert gekommen. Der Wagen des Präsidenten konnte über zwei Stunden lang nicht abfahren“, berichtete er.
Für die Zukunft forderte er alle BUMD-Mitarbeiter auf, branchenspezifische Egoismen abzubauen und offene Kommunikation zu priorisieren. Er betonte die Bedeutung einer kooperativen Arbeitskultur, damit verschiedene Probleme schneller gelöst werden könnten.
„Wenn die Kommunikation offen und transparent funktioniert, können Probleme leichter besprochen und entschieden werden“, sagte er abschließend.