Medan – Ein Verkäufer eines Fleischbällchen-Wagens (Bakso) wurde Berichten zufolge Opfer eines Angriffs einer Motorradgang auf der Jalan Gaperta im Bezirk Medan Helvetia, Stadt Medan. Das Opfer befand sich auf dem Weg zu seinem Arbeitsplatz auf dem Markt.

Der Vorfall ereignete sich nach Angaben des Opfers am Donnerstag gegen 3:30 Uhr Ortszeit. Zu diesem Zeitpunkt fuhr der Verkäufer mit seinem Neffen auf einem Motorrad. Nach seiner Einschätzung bestand die angreifende Motorradbande aus etwa 50 Mitgliedern.

„Es waren ungefähr 30 Motorräder und rund 50 Leute“, sagte das Opfer.

Er erklärte, dass die Gang-Mitglieder sie plötzlich verfolgten, als sie an dem Ort vorbeifuhren. Das Opfer und sein Neffe versuchten zu fliehen, scheiterten jedoch, weil die Menge sie bereits eingekreist hatte.

Sie wurden bis zur Bluterguss-Bildung geschlagen. Darüber hinaus wurde dem Opfer von den Tätern mit einem scharfen Gegenstand das Bein aufgeschlitzt.

„Wir flehten um Gnade, aber wir wurden trotzdem geschlagen und aufgeschlitzt“, schilderte er.

Das Opfer glaubt, dass es sich bei den Tätern um eine Motorradgang handelte, da keine seiner Wertsachen gestohlen wurden.

„Das Motorrad, das Handy – nichts wurde mitgenommen. Es ist definitiv eine Motorradgang“, stellte er klar.

Er sagte, er habe noch keine Anzeige wegen des Vorfalls erstattet, da er sich noch auf die Behandlung seiner Verletzungen konzentriere. Er erwähnte jedoch, dass Polizeibeamte ihn bereits zu dem Vorfall befragt hätten.

Der Polizeichef von Medan Helvetia erklärte, dass das Opfer bisher keine formelle Anzeige erstattet habe. Dennoch seien Beamte zum Ort des Geschehens geschickt worden, um zu ermitteln.

„Ja, die Ermittlungen laufen noch. Unsere Beamten haben die Lage gecheckt und unsere Leute sind noch vor Ort, um zu ermitteln“, sagte der Polizeichef.

Nach ersten Erkenntnissen befanden sich am Tatort etwa 20 Motorräder. Es besteht der Verdacht, dass die Motorradgang das Opfer versehentlich ins Visier genommen hat.

Der Polizeichef bestätigte, dass keine Wertsachen des Opfers gestohlen wurden. Allerdings erlitt eines der Opfer bei dem Vorfall auch eine Schnittwunde am Bein, verursacht durch eine scharfe Waffe.

„Die von den Beamten erhaltenen Informationen deuten darauf hin, dass diese Motorradgang die falsche Person erwischt hat, aber wir ermitteln noch“, schloss er.

Medan

Medan ist die Hauptstadt und größte Stadt der indonesischen Provinz Nordsumatra. Historisch gesehen entwickelte sie sich von einem kleinen Dorf zu einem wichtigen Wirtschaftszentrum, angetrieben durch den Tabakplantagen-Boom im 19. Jahrhundert unter niederländischer Kolonialherrschaft. Heute ist es eine pulsierende, multikulturelle Stadt, die als Tor zum Toba-See bekannt ist und für ihr architektonisches Erbe, einschließlich des prächtigen Maimun-Palastes – ein Überbleibsel des Sultanats Deli.

Jalan Gaperta

„Jalan Gaperta“ ist eine Hauptstraße in Medan, Indonesien. Der Name ist eine Abkürzung, die die indonesische Bauernvereinigung (GAPERTA) ehrt. Sie dient als wichtige Handels- und Verkehrsader in der Stadt und spiegelt Medans Entwicklung von einem Plantagenzentrum zu einem modernen urbanen Zentrum wider.

Bezirk Medan Helvetia

Medan Helvetia ist ein Bezirk in Medan, Indonesien, benannt nach den historischen Schweizer (Helvetia) Plantagen, die während der niederländischen Kolonialzeit in der Gegend angelegt wurden. Heute ist es ein sich schnell entwickelndes städtisches und industrielles Gebiet, dessen Vergangenheit in einigen noch erhaltenen Kolonialgebäuden und der Infrastruktur sichtbar ist.

Stadt Medan

Medan ist die Hauptstadt und größte Stadt Nordsumatras, Indonesien. Sie entwickelte sich historisch von einem kleinen Plantagendorf zu einem bedeutenden Wirtschaftszentrum während der niederländischen Kolonialzeit im späten 19. Jahrhundert, angetrieben durch die Tabak- und Kautschukindustrie. Heute dient sie als geschäftiges wirtschaftliches Tor zu Sumatra, bekannt für ihre vielfältige kulinarische Szene und eine Mischung aus malaiischen, chinesischen, indischen und kolonialen architektonischen Einflüssen.

Toba-See

Der Toba-See ist ein riesiger Vulkansee auf der indonesischen Insel Sumatra, entstanden durch einen katastrophalen Supervulkanausbruch vor etwa 74.000 Jahren. Er ist der größte Vulkansee der Welt und das kulturelle Herzland des Batak-Volkes, dessen charakteristische traditionelle Häuser und lebendige Kultur an seinen Ufern prominent sind.

Maimun-Palast

Der Maimun-Palast ist ein prächtiger königlicher Palast in Medan, Indonesien, der vom Sultanat Deli erbaut und 1888 während der niederländischen Kolonialherrschaft fertiggestellt wurde. Er vereint malaiische, islamische und europäische Architekturstile, auffällig ist seine charakteristische gelbe Fassade. Heute dient er als Museum und kulturelles Wahrzeichen, das die Geschichte des Sultanats Deli bewahrt.

Sultanat Deli

Das Sultanat Deli war ein malaiischer Staat in Ostsumatra, Indonesien, der im 17. Jahrhundert gegründet wurde. Es erlangte im 19. Jahrhundert durch den Anbau von Tabak und die Anwerbung von Kuli-Arbeitern (Vertragsarbeitern) durch niederländische Plantagenbesitzer großen Wohlstand. Es bestand bis zur indonesischen Unabhängigkeit im Jahr 1946 und sein kulturelles Erbe, darunter der Maimun-Palast, bleibt in Medan prominent.

Indonesian Farmers‘ Association (GAPERTA)

Die Indonesian Farmers‘ Association (GAPERTA) ist eine nationale Organisation, die 1963 gegründet wurde, um die Interessen der Bauern in ganz Indonesien zu vertreten und zu fördern. Sie wurde gegründet, um Bauerngruppen zu konsolidieren, sich für ihre Interessen in der Agrarpolitik einzusetzen und moderne Anbautechniken zu fördern, um die Produktivität und das ländliche Wohlergehen zu verbessern.