Erika-Song-Skandal am ITB: Studentenvertretung entschuldigt sich für sexistische Texte

Ein umstrittenes Video eines Auftritts des Orkes Semi Dangdut (OSD) der Bergbaustudentenvertretung des Bandung Institute of Technology hat eine Welle der öffentlichen Kritik ausgelöst. Grund sind die Texte des Songs „Erika“, die als frauenverachtend und herabwürdigend empfunden werden. Die HMT-ITB hat sich nun zu Wort gemeldet, sich entschuldigt und eingeräumt, den Song in Zeiten sich wandelnder gesellschaftlicher Normen fahrlässig aufgeführt zu haben.

Das Video, das in den sozialen Netzwerken viral ging, wurde erstmals am Montag, dem 13. April 2026, auf einem X-Account veröffentlicht. Die Aufnahme zeigt eine ausgelassene Studentenveranstaltung, bei der männliche und weibliche Teilnehmer zu Dangdut-Rhythmen vor der Bühne tanzen.

Die öffentliche Aufmerksamkeit galt jedoch nicht der Fröhlichkeit der Veranstaltung, sondern dem Inhalt des Liedtextes von „Erika“, der als unangemessen beurteilt wurde. Mehrere Textpassagen gelten als vulgär und enthalten Elemente der Objektifizierung von Frauen, was heftige Reaktionen in den sozialen Netzwerken auslöste.

Die Kritik verbreitete sich rasant, insbesondere weil der Auftritt aus dem Umfeld der renommierten ITB stammt. Viele hinterfragten die Sensibilität der Studenten für Themen wie Gleichberechtigung und Ethik, insbesondere in einem akademischen Umfeld.

Als Reaktion auf die Kontroverse veröffentlichte die Bergbaustudentenvertretung der ITB (HMT-ITB) eine offizielle Stellungnahme auf der Campus-Website und entschuldigte sich bei der Öffentlichkeit. Sie betonte, die Sensibilität des Themas zu verstehen und drückte ihr Mitgefühl aus, insbesondere gegenüber Frauen, die sich verletzt fühlen könnten.

„Wir verstehen die Sensibilität dieses Themas zutiefst und sind uns dieser bewusst. Wir möchten unsere Besorgnis und unser Mitgefühl gegenüber der Gemeinschaft, insbesondere gegenüber Frauen, zum Ausdruck bringen“, hieß es in der am Mittwoch, dem 15. April 2026, veröffentlichten Erklärung.

Die HMT-ITB erklärte, dass der Orkes Semi Dangdut (OSD) eine studentische Aktivitätengruppe ist, die es seit den 1970er Jahren gibt. Der kritisierte Song „Erika“ wiederum stamme aus den 1980er Jahren.

Obwohl das Lied historischen Wert habe, räumte die Organisation ein, dass seine Verwendung im aktuellen Kontext fahrlässig gewesen sei. Man sei der Ansicht, dass der Inhalt nicht mehr mit der Entwicklung der gesellschaftlichen Normen und der in der modernen Gesellschaft geltenden Moralvorstellungen vereinbar sei.

Die HMT-ITB betonte weiterhin, dass der Inhalt der Aufführung nicht die Werte widerspiegele, die das akademische Umfeld oder Studentenorganisationen hochhalten sollten.

Die Organisation HMT-ITB bezog zudem klar Stellung, indem sie jegliches Verhalten, das die Würde von Einzelpersonen oder Gruppen, einschließlich Frauen, herabsetzt, nicht duldet.

Die HMT-ITB gab an, mit verschiedenen Stellen koordiniert zu haben, um sämtliche zugehörigen Inhalte – sowohl Video- als auch Audiomaterial – von den offiziellen Kanälen der Organisation und den damit verbundenen privaten Accounts zu entfernen.

Darüber hinaus wurde auch die Löschung alter Videos veranlasst, darunter Aufnahmen ähnlicher Auftritte aus dem Jahr 2020, die erneut geteilt wurden und die Situation verschärften.

Interne Evaluierungsschritte wurden umgehend und umfassend eingeleitet. Die HMT-ITB gab bekannt, derzeit alle Inhalte, die Durchführungsmechanismen von Aktivitäten und das Aufsichtssystem innerhalb jeder Veranstaltung der Organisation zu überprüfen.

Die Evaluierung umfasst auch eine Überprüfung der Standards und Richtlinien für studentische Aktivitäten, um diese besser an die ethischen Werte, sozialen Normen und Gleichstellungsgrundsätze anzupassen, die sich im Campus-Umfeld und in der breiteren Gesellschaft entwickeln.

Unterdessen halten die Diskussionen in den sozialen Medien weiter an. Das Video zirkuliert weiterhin und ist Gesprächsthema – nicht nur im Hinblick auf studentische Unterhaltungsinhalte, sondern auch im Hinblick auf die Grenzen von Kreativität und sozialer Verantwortung im öffentlichen Raum.

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