Dharamshala – Schlagmänner haben in dieser Saison der Indian Premier League (IPL) auf dem tempo-freundlichen Platz in Dharamshala mühelos hohe Gesamtpunktzahlen erzielt. Das erste Qualifikationsspiel zwischen den Royal Challengers Bangalore (RCB) und den Gujarat Titans am Dienstag dürfte daher ein entscheidender Wettkampf zwischen Schlagmännern und schnellen Bowlern werden. In allen drei bisherigen Spielen dieser Saison im Stadion der Himachal Pradesh Cricket Association (HPCA) erreichte oder übertraf die Punktzahl des ersten Innings die 200er-Marke.
Schnelle Bowler profitieren hier von Nahtbewegung und zusätzlichem Absprung, doch die Statistik dieser Saison zeigt, dass Dharamshala nicht länger nur ein bowler-freundlicher Platz ist. Überwinden die Schlagmänner die anfängliche Herausforderung von konstantem Tempo und korrektem Absprung, ergeben sich für sie Gelegenheiten, frei aufzuspielen. Das bemerkenswerteste Merkmal von Dharamshala bleibt die Bewegung des Balls in den ersten Über des Innings.
Schwung, Absprung und eine große Chance für schnelle Bowler
Auf einer Höhe von etwa 1450 Metern über dem Meeresspiegel gelegen, ist dieser Platz einer der wenigen Austragungsorte in Indien, an dem schnelle Bowler mit dem neuen Ball konstanten Schwung und zusätzlichen Absprung erhalten. Die kühle, leichte Brise aus dem Hügelgelände hilft den Bowlern, effektiv auf einer harten Länge zu werfen. Anders als auf anderen Plätzen bedeutet die Hilfe für schnelle Bowler hier kein niedrigpunktzahlreiches Spiel. Das schnelle Outfield und der ausgewogene Absprung ermöglichen es den Schlagmännern ebenfalls, schnell Punkte zu erzielen. Ähnliches war in allen drei Spielen dieser Saison zu beobachten.
Während des Powerplays nahmen Bowler Wickets und setzten die Schlagmänner unter Druck, doch sobald der Ball älter wurde, flossen die Punkte frei. Vieles im ersten Qualifikationsspiel wird davon abhängen, welches Team in den ersten sechs Über mit dem Ball besser abschneidet. Betrachtet man die aktuellen Bedingungen, scheint RCB hier einen leichten Vorteil zu haben. Ihr Pace-Angriff, angeführt von Bhuvneshwar Kumar und Josh Hazlewood, basiert auf Kontrolle, Schwung und präziser harter Länge.
Diese Eigenschaften haben sich unter den Bedingungen in Dharamshala stets als wirksam erwiesen. Bowler, die den Ball unter Flutlicht schwingen lassen und ihr Tempo in den letzten Über variieren können, waren auch bei hochpunktzahlreichen Spielen hier einflussreich. RCB verteidigte ein massives Ziel von 222 Runs gegen die Punjab Kings, weil ihre schnellen Bowler in regelmäßigen Abständen Wickets erzielten.
Münzwurf, schnelle Bowler und Tau könnten auf dem Dharamshala-Platz spielentscheidend sein
Die Gujarat Titans hingegen verfügen über eine schnellere Bowling-Angriff, der durch den zusätzlichen Absprung in Dharamshala noch gefährlicher werden könnte. Die begrenzte Rolle der Spin-Bowler könnte ihre Strategie beeinflussen. Rashid Khan ist normalerweise effektiv, doch dieser Platz könnte ihn fordern. Aktuelle Spielstatistiken zeigen, dass die meisten Wickets hier von schnellen Bowlern erzielt wurden und Teams in entscheidenden Phasen relativ wenig Spin eingesetzt haben. Der Münzwurf könnte auf diesem Platz ebenfalls eine wichtige Rolle spielen.
Zwei der drei Spiele dieser Saison wurden von Teams gewonnen, die ein Ziel verfolgten. Ein Hauptgrund dafür war, dass das Schlagen einfacher wird, je älter der Ball wird und sobald Tau einsetzt. In diesem Szenario könnte es für die Teams auch am Dienstagabend vorzuziehen sein, zuerst zu bowlen. In diesem Zusammenhang könnte RCBs ausgewogener Pace-Bowling-Angriff ihnen einen leichten Vorteil gegenüber den Gujarat Titans verschaffen, um die Bedingungen in entscheidenden Phasen wie dem Powerplay besser zu nutzen.