Am 10. April wurde bekanntgegeben, dass die Autobahnen in Hubei im ersten Quartal dieses Jahres Investitionen in Höhe von 32,06 Milliarden Yuan verzeichneten. Dies entspricht 26,7 % des Jahresziels und bedeutet ein Plus von 16,8 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Damit liegt die Provinz in der nationalen Spitzengruppe.
Im ersten Quartal wurden in Hubei mehrere Autobahnprojekte konzentriert eröffnet: Der Ausbau der Wuhan-Huangshi-Autobahn, auch als „Chus erste Straße“ bekannt, wurde vorzeitig fertiggestellt. Mit nun acht Fahrspuren pro Richtung kann die Strecke täglich über 100.000 Fahrzeuge aufnehmen und hilft so, Ezhou und Huangshi in den „Ein-Stunden-Pendelkreis“ Wuhans zu integrieren. Ebenfalls eröffnet wurde der Ausbauabschnitt der Beijing-Hongkong-Macau-Autobahn von der Hubei-Henan-Grenze bis Junshan. Die Shuangliu-Yangtze-Brücke mit ihren Zubringern, Hubeis 40. und Wuhans 12. Brücke über den Yangtze, nahm den Probebetrieb auf. Sie reduziert die Fahrzeit zwischen Xinzhou (Wuhan) und Huarong (Ezhou) von ehemals 90 Minuten auf etwa 5 Minuten. Zudem wurde der Tianmen-West-Abschnitt der Wuhan-Chongqing-Autobahn fertiggestellt – das erste abgeschlossene Projekt unter den 27 verkehrspolitischen Schlüsselvorhaben der Provinz.
Dieses Jahr markiert den Beginn des 15. Fünfjahresplans. Mit dem Fokus auf den beschleunigten Ausbau zu einem zentralen Verkehrsknotenpunkt treibt die Verkehrsverwaltung Hubeis die Schlüsselprojekte intensiv voran. Im Zentrum stehen das Ziel von 100 Milliarden Yuan Autobahninvestitionen sowie die qualitative Verbesserung und der Kapazitätsausbau der nationalen „Zwei Horizontalen und Zwei Vertikalen“-Autobahnkorridore. 44 laufende Projekte und 16 Ausbau-/Sanierungsvorhaben werden beschleunigt. Investitionsvolumen und die Anzahl neu gestarteter Projekte erreichen regelmäßig neue Höchststände und halten das Betriebsniveau hoch. Auf der Baustelle der Guanyinsi-Yangtze-Brücke, der weltweit größten Schrägseilbrücke für den Straßenverkehr, herrscht reges Treiben. Das Projektteam arbeitet organisiert und macht stetige Fortschritte: Die Montage der Verbundsegmente für 11 Abschnitte der seitennahen Betonsegmentträger ist abgeschlossen; drei Stahlkastenträger-Abschnitte wurden bereits eingehoben, während Schweißarbeiten an den Stahlträgern und das Vorspannen der Schrägseile parallel laufen.
Um häufige Herausforderungen bei der Projektumsetzung – wie Fragen der Land- und Waldnutzung oder Umweltverträglichkeitsprüfungen – zu lösen, hat das Verkehrsministerium Hubeis Mechanismen für „Einzelfallprüfungen“, Listenverwaltung und Nachverfolgung etabliert. Es fördert ein Modell der „verbindlichen Zusage mit Toleranz für nachzureichende Unterlagen bei der Abnahme“, was Genehmigungszyklen effektiv verkürzt und den Fokus von der „Genehmigung“ auf den „Service“ verlagert. Gleichzeitig werden parallele Genehmigungsverfahren, Toleranz bei fehlenden Unterlagen in Ausschreibungen und andere Methoden vorangetrieben, um über mehrere Kanäle Mittel zu beschaffen. Durch innovative Investitions- und Finanzierungsmodelle wird so ausreichend „finanzielles Lebensblut“ für große Verkehrsinfrastrukturprojekte bereitgestellt.
Bis 2026 plant die Provinz Hubei, sechs Projekte abzuschließen, darunter die zweite Phase der Ezhou-Flughafen-Autobahn, die Yanji-Yangtze-Brücke und die Autobahn von Tongcheng nach Xiushui, mit einer Gesamtlänge von 246 Kilometern. Zudem ist der Baubeginn für zehn neue Projekte geplant, unter anderem für den Ausbau des Abschnitts Wuhan New City der Fuzhou-Yinchuan-Autobahn, mit einer Gesamtlänge von 379 Kilometern.