Am 15. April ist im Stadtteil Lvluo des Botanischen Gartens von Yichang ein besonderes Naturwunder zu beobachten: Der Taubenbaum (Davidia involucrata), eine streng geschützte Wildpflanze der höchsten nationalen Schutzkategorie, steht in voller Blüte. Seine reinweißen Hochblätter wiegen sich sanft im Wind und erinnern an weiße Tauben, die auf den Ästen sitzen – ein seltener ökologischer Anblick mitten in der Stadt.

Der Taubenbaum ist eine typische hochalpine, seltene Pflanzenart. Als altes Relikt aus dem Tertiär gilt er als „lebendes Fossil der Pflanzenwelt“ und als „Riesenpanda des Pflanzenreichs“. Er stellt äußerst hohe Ansprüche an seinen Standort und kommt natürlicherweise nur in abgelegenen Bergwäldern auf 1500 bis 2200 Metern Höhe vor. Dass diese alpine Pflanze nun im urbanen Raum Yichangs erfolgreich blüht, ist eine außergewöhnliche Seltenheit.

Wie bekannt wurde, wurde dieser blühende Taubenbaum im Jahr 2019 vom Institut für Landschaftsarchitektur und Pflanzenforschung Yichang aus dem Kreis Changyang eingeführt. Nach jahrelanger systematischer Pflege durch die Forscher, die wissenschaftliche Einführungs- und Anpassungstechniken anwendeten, konnte die Herausforderung der Akklimatisierung an niedrige Höhenlagen erfolgreich gemeistert werden. So wächst der Baum nun stabil und blüht in der städtischen Umgebung.

Dieser Erfolg stellt einen bedeutenden Durchbruch des Instituts auf den Gebieten des Ex-situ-Artenschutzes sowie der Einführung und Domestizierung seltener Pflanzen dar. Er unterstreicht zudem die kontinuierliche Verbesserung des städtischen Ökosystems von Yichang und die bemerkenswerte Wirksamkeit der Bemühungen zur Erhaltung der biologischen Vielfalt. Der Leiter des Pflanzenforschungsinstituts erklärte, dass man weiterhin hervorragende Pflanzensorten einführen werde, um das Stadtbild zu bereichern und den Bewohnern direkt vor der Haustür mehr „grüne Vorteile“ zu bieten.