Am 2. Februar 2026 verkündete das Volksgericht des Bezirks Fengtai in Peking öffentlich das Urteil im schweren Haftpflichtunfallverfahren gegen den Angeklagten Wang Wenjie und 18 weitere. Jeder Angeklagte wurde wegen des Verbrechens der Verursachung eines schweren Haftpflichtunfalls zu Gefängnisstrafen zwischen sechs Jahren und sechs Monaten und zwei Jahren verurteilt.
Das Volksgericht des Bezirks Fengtai stellte im Prozess fest, dass am 18. April 2023 gegen 12:50 Uhr auf der Baustelle des Renovierungsprojekts des Peking Changfeng Krankenhauses die Baufirma rechtswidrig gleichzeitig Bodenausgleichsarbeiten und das Schneiden von Türrahmen durchführte. Entzündliche und explosive Bestandteile des Epoxidharz-Grundierungsmittels verdampften und bilden ein explosives Gasgemisch. Dieses entzündete sich durch Funken, die beim Schneiden von Metall-Reinigungspaneelen mit einer Winkelschleifmaschine entstanden. Das Feuer entzündete brennbare Materialien vor Ort, und die entstehenden Flammen sowie der heiße Rauch setzten hölzerne Innenausbaumaterialien im Gebäude in Brand. Einige Brandschutzabschnitte versagten, und fest installierte Löschanlagen waren unwirksam. Dadurch breitete sich das Feuer aus und es entwickelte sich eine große Menge Rauch. Zusammen mit der nicht effektiv organisierten Evakuierung und Verlegung von Patienten aus den oberen Stockwerken führte der Vorfall zu 29 Todesfällen, 42 Verletzten und erheblichen wirtschaftlichen Verlusten.
Das Volksgericht des Bezirks Fengtai vertrat die Auffassung, dass jeder Angeklagte während der Produktion und des Betriebs gegen relevante Sicherheitsvorschriften verstoßen und damit einen schweren Unfall mit besonders schwerwiegenden Folgen verursacht habe. Alle seien gesetzlich zu bestrafen. Unter Berücksichtigung der Tatbestände, der Umstände, der schädlichen Folgen der Straftat jedes Angeklagten sowie von Faktoren wie Selbstanzeige, Schuldeingeständnis, Reuebekundungen und der Entschädigung für wirtschaftliche Verluste fällte das Gericht das oben genannte Urteil.
Einige Mitglieder des Volkskongresses, Mitglieder der Politischen Konsultativkonferenz des Chinesischen Volkes sowie Angehörige einiger Opfer und Angeklagter wohnten der Gerichtssitzung bei, um die Urteilsverkündung anzuhören.
