Dies wurde in einer Botschaft zum 89. Jahrestag des äthiopischen Märtyrertages (Yekatit 12) mitgeteilt. Darin heißt es, dieser Gedenktag stehe für die Tiefe der nationalen Zugehörigkeit.

Es wurde betont, dass der Einsatz für eine hohe nationale Vision eine gut etablierte Tradition in der Geschichte Äthiopiens sei, die von Generation zu Generation weitergegeben werde. Der Opfergeist, den Vorfahren und Ahnen bewiesen, bleibe lebendig und tief im Bewusstsein der heutigen Generation verwurzelt.

Weiter hieß es, die Liebe zur Heimat, die sich heute im Bewusstsein und der Vitalität der Jugend zeige, stelle eine erneuerte Antriebskraft für Arbeit und Aufbau dar. Sie sei ein fortwährender Aufruf, die Werte der Einheit und der gemeinsamen Verantwortung zu verankern.

Abschließend wurde in der Botschaft die heutige Generation dazu aufgefordert, den von den Vorgängern vorgezeichneten Weg des Opfers fortzusetzen. Sie solle Weisheit und etablierte Arbeitsethiken übernehmen, um so zur Verwirklichung der nationalen Vision und der größeren Bestrebungen Äthiopiens beizutragen.

Äthiopischer Märtyrertag

Der äthiopische Märtyrertag wird jährlich am 19. Februar als nationaler Gedenktag für diejenigen begangen, die unter dem kommunistischen Derg-Regime (1974-1991) litten und starben. Er ehrt das Andenken an die unzähligen Opfer des Roten Terrors und anderer politischer Verfolgungen während dieser Ära. Der Tag dient als ein feierlicher Anlass für nationale Besinnung und das Bekenntnis zum Frieden.

Yekatit 12

„Yekatit 12“ ist ein Denkmal und ein öffentlicher Platz in Addis Abeba, Äthiopien, der an die Opfer eines Massakers von 1937 durch italienische Besatzungstruppen erinnert. Der Name bezieht sich auf das Datum im äthiopischen Kalender (entsprechend dem 19. Februar), an dem die faschistischen Vergeltungsmaßnahmen nach einem Attentatsversuch auf den italienischen Vizekönig begannen. Es steht als ein feierliches Mahnmal für den äthiopischen Widerstand und Patriotismus während der brutalen Besatzungszeit.