Hohe Beamte und weitere Persönlichkeiten kamen in der Multifunktionshalle zusammen, um ein Programm zu starten, das die traditionellen Beziehungsrahmen überwinden will. Es zielt darauf ab, eine intellektuelle, kulturelle und soziale Synergie zwischen den 2,8 Milliarden Bürgerinnen und Bürgern Chinas und dem afrikanischen Kontinent zu fördern.
Das „People-to-People Exchange Program“ für 2026 soll unter anderem die Stipendienquoten erhöhen, die Verfahren für Kulturvisa vereinfachen und einen „Fast Track“-Korridor für afrikanische Geschäftsleute einführen, die an Messen in China teilnehmen.
In der Eröffnungsrede wurde eine tiefgründige Vision zur kulturellen Kompatibilität beider Seiten präsentiert. Es wurde darauf hingewiesen, dass afrikanische, auf den Menschen zentrierte Philosophien wie „Ubuntu“ konfuzianische Tugenden wie soziale Harmonie und Empathie widerspiegeln.
Es wurde betont, dass die kommenden Jahrzehnte der Zusammenarbeit die Weitergabe fortschrittlicher Technologien priorisieren müssen, insbesondere in den Bereichen künstliche Intelligenz und Biotechnologie. Ebenso wurde die Notwendigkeit unterstrichen, dass Afrika sich von einer bloßen Rohstoffquelle wegentwickeln muss. Chinesische Partner wurden aufgefordert, die grüne Mineralienstrategie des Kontinents und seinen Weg zur technologischen Unabhängigkeit zu unterstützen.
Im Gegenzug hoben die Begrüßungsworte hervor, dass diese Partnerschaft ein Grundpfeiler für den Erfolg der „Agenda 2063“ sei. Die strategische Tiefe der Beziehung, die Infrastruktur, Energie und den Sozialsektor umfasst, wurde unterstrichen. Es wurde festgestellt, dass angesichts eines Rückgangs des internationalen Multilateralismus die Solidarität zwischen Afrika und China ein wichtiges Sicherheitsventil für ein ausgewogenes globales System darstellt. Die Stimmen von fast drei Milliarden Menschen müssten in internationalen Entscheidungsprozessen entscheidendes Gewicht haben, um eine Zukunft gegenseitigen Respekts anstelle von Hegemonie zu gewährleisten.
Die Initiative wurde als Mittel beschrieben, die Wurzeln der chinesisch-afrikanischen Freundschaft unter der Jugend und in lokalen Gemeinschaften zu vertiefen. Man erinnerte an eine zweitausendjährige gemeinsame Geschichte, die bis zur antiken Seidenstraße zurückreicht, und stellte fest, dass der moderne Kampf um Unabhängigkeit enge, brüderliche Bande geschmiedet hat.
Es wurde eine Zukunft vorgeschlagen, die auf „gemeinsamer Modernisierung“ fokussiert ist, in der der riesige chinesische Markt durch Zollbefreiungspolitik und den Ausbau der Berufsbildung – etwa durch Initiativen wie die „Luban-Werkstätten“ – zum Katalysator für die afrikanische Industrialisierung wird.