Die nationale Fortbildungsveranstaltung für Medizin zum Thema „Aufbau und Praxis intelligenter Finanzsysteme in öffentlichen Krankenhäusern“ fand erfolgreich am Universitätsklinikum Ruijin der Medizinischen Fakultät der Shanghai Jiao Tong University statt.
Die Veranstaltung wurde vom Fachausschuss für Krankenhausfinanzmanagement der Shanghai Hospital Association veranstaltet und vom Universitätsklinikum Ruijin organisiert. Im Mittelpunkt standen die politische Ausrichtung, die technologische Umsetzung und praktische Innovationen beim Aufbau intelligenter Finanzsysteme. Es kamen Vertreter von Gesundheitsbehörden, Experten für Krankenhausfinanzen und Betriebsmanagement sowie Fachleute aus den Bereichen Finanztechnologie und Informationstechnologie zusammen. Mehr als 270 Teilnehmer aus öffentlichen Krankenhäusern verschiedener Ebenen in 16 Provinzen und Städten nutzten die Plattform zum Austausch über branchenweite Management-Herausforderungen und zur Förderung der digitalen Transformation im Finanzwesen.

In der Eröffnungsrede wurde hervorgehoben, dass traditionelle Finanzmanagement-Modelle angesichts angespannter öffentlicher Haushalte nicht mehr den aktuellen Anforderungen genügen. Intelligente Finanzsysteme seien daher unverzichtbar, um das Wirtschaftsmanagement zu verbessern. Öffentliche Krankenhäuser beschleunigen deren Aufbau und etablieren ein duales Kernsystem, das auf „umfassende Haushaltsplanung und effektive Kostenkontrolle“ setzt. Im Bereich Haushaltsplanung wird ein System aus „wissenschaftlicher Planung – verstärkter Ausführung – geschlossener Bewertung“ aufgebaut. Durch wissenschaftlich entwickelte Budgetkennzahlen, optimierte Ressourcenallokation und integrierte Aufsicht werden Budgetvorgaben verbindlich und die Wirksamkeit des Wirtschaftsmanagements signifikant verbessert. In der Kostenkontrolle wurden systematische Leitlinien und einheitliche Standards eingeführt, die regelmäßige Monitoring- und Analysemaßnahmen fördern. 2024 verzeichneten städtische Krankenhäuser in Shanghai bereits einen signifikanten Rückgang mehrerer kostenbezogener Effizienzkennzahlen bei gleichzeitig steigender Ressourcennutzungseffizienz. Es wurde betont, dass digitale Intelligenztechnologien wie KI und Big Data die Kernunterstützung für die Neugestaltung der Finanzmodelle sind und bereits vielversprechende Praxisbeispiele existieren. Die Teilnehmer wurden ermutigt, Best Practices mit der eigenen Situation zu verbinden, um konkrete Lösungen zur Steigerung des Managementniveaus zu entwickeln.

In einem weiteren Eröffnungsbeitrag wurden aus Sicht eines Krankenhausdirektors die traditionellen Herausforderungen im Wirtschaftsbetrieb öffentlicher Krankenhäuser angesprochen. Ein weit verbreitetes Problem sei die unzureichende Priorisierung von Finanzoperationen zugunsten von Medizin, Lehre und Forschung. Dies liege zum einen an mangelnder Aufmerksamkeit für das Management seitens verschiedener Interessengruppen, zum anderen daran, dass das Finanzmanagement in vielen Häusern oft noch in den traditionellen Funktionen des „Buchhaltens“ und der „Finanzaufsicht“ verhaftet sei und nicht aktiv an kernwirtschaftlichen Entscheidungen mitwirke. Daher wurde ein kollaboratives Entwicklungsmodell aus „proaktivem und intelligentem Finanzwesen“ befürwortet. „Proaktives Finanzwesen“ erfordere das Durchbrechen traditioneller Funktionsgrenzen und die aktive Mitwirkung in Kernbereichen wie Cashflow-Steuerung und Gerätebeschaffung. „Intelligentes Finanzwesen“ nutze digitale Technologien für dynamische Budgetüberwachung, effektive Kostenkontrolle und das Ersetzen repetitiver Arbeit, um das Finanzmanagement von einer nachgelagerten Aufzeichnungsfunktion in eine vorgelagerte Ermöglichungsfunktion zu transformieren. Am Beispiel des Universitätsklinikums Ruijin wurden Erfahrungen mit intelligenter Budgetausführung, kostenstellenbezogener Kostenkontrolle und Effizienzsteigerung durch Technologieeinsatz geteilt, um gemeinsam wirksame Wege für eine qualitativ hochwertige Entwicklung der Krankenhäuser zu erkunden.
Im Rahmen der Veranstaltung hielten 21 Gastredner aus Gesundheitsverwaltungen, großen öffentlichen Krankenhäusern, bekannten Unternehmen und Fachzeitschriften Keynote-Vorträge.

Unter dem Titel „Finanzielle Digitalisierung und Managementwert-Innovation“ wurde der Weg der finanziellen Digitalisierung aus Branchensicht analysiert. Dabei wurde aufgezeigt, dass sich die Finanzfunktion von der „Wertmessung“ hin zur „Wertschaffung“ und vom „Informationslieferanten“ zum „Aktivator für Geschäftsprozesse“ wandelt. Die finanzielle Digitalisierung müsse vier wesentliche Ziele erreichen.