Bandung –
Die Stadtverwaltung Bandung hat in der Nacht zum Dienstag (26.8.) eine Disko im Stadtteil Ciumbuleuit gestürmt. Der Club hatte es gewagt, eine Veranstaltung unter dem Titel ‚Foam Party‘ abzuhalten, was auf öffentliche Kritik stieß.
Die Razzia wurde persönlich vom stellvertretenden Bürgermeister von Bandung angeführt. In einer Stellungnahme hieß es, dass der Betrieb eine Verwarnung erhielt, nachdem die ‚Foam Party‘ aufgrund der Kritik stattgefunden hatte.
„Dies schadet den Bürgern Bandungs. Unterhaltung ist erlaubt, sofern eine Genehmigung vorliegt und keine lokalen Vorschriften verletzt werden. Bei Verstößen werden wir den Betrieb schließen. Andernfalls muss das Management schriftlich zusichern, dass so etwas nicht wieder vorkommt“, so der stellvertretende Bürgermeister.
Was genau ist eine ‚Foam Party‘?
Nach Recherchen in mehreren Videos, die in sozialen Medien kursieren, ist eine ‚Foam Party‘ eines der Themen, die Nachtclubs anbieten. Das Konzept ist auffällig, weil die Partygäste mit Seifenschaum überschüttet werden, der im gesamten Partybereich verteilt ist.
Doch diese Schaumparty blieb nicht ohne Kritik. Viele empfanden die Aktion als zu vulgär, da die Feiernden klatschnass wurden und die Konturen ihrer Körper zur Geltung kamen.
Aufgrund dieser Umstände betonte der stellvertretende Bürgermeister, dass die Regierung keine Unterhaltungsaktivitäten dulden werde, die gegen Vorschriften verstoßen oder die öffentliche Moral beschädigen. Die auf sozialen Medien viral gegangene Veranstaltung soll unangemessene Szenen und sogar entblößte Körperteile gezeigt haben.
Der stellvertretende Bürgermeister erklärte, dass die Stadtverwaltung Bandung viele Meldungen von besorgten Bürgern und Gemeinschaftsorganisationen zu dieser Aktivität erhalten habe. Daher diene dieser Vorfall als wichtige Erinnerung an alle Beteiligten, einschließlich der Clubbetreiber, die geltenden Vorschriften einzuhalten.
„Wir verbieten keine Unterhaltung, aber sie darf nicht der Vision eines frommen Bandungs widersprechen, das wir aufbauen wollen“, sagte er.
Erste Überprüfungen ergaben, dass der Club „Brotherhood Bunker“ über vollständige Gewerbegenehmigungen verfügt. Die Dokumente, darunter Genehmigungen für Restaurant, Bar, Nachtclub, Disko sowie den Handel mit alkoholischen Getränken der Kategorien A, B und C, liegen vor. Auch Steuern und Verbrauchsabgaben wurden ordnungsgemäß entrichtet.
Allerdings stellte die Ordnungspolizei fest, dass das Management fahrlässig handelte, indem es mit einem Veranstalter (Event Organizer, EO) zusammenarbeitete, der eine regelwidrige Veranstaltung durchführte. Als Konsequenz forderte die Stadtverwaltung Bandung die Geschäftsführung des „Brotherhood Bunker“ auf, eine offizielle schriftliche Erklärung abzugeben, in der sie zusichert, solche Fehler nicht zu wiederholen.
Die Regierung wird bei nachgewiesenen Verstößen gegen lokale Vorschriften außerdem strenge Sanktionen verhängen, einschließlich einer möglichen Schließung. Der stellvertretende Bürgermeister erinnerte das Management daran, bei der Auswahl von Veranstaltungspartnern wählerischer zu sein.
„Bitte prüfen Sie die EOs. Derartige Vorfälle dürfen sich nicht wiederholen“, mahnte er.
In einer Stellungnahme entschuldigte sich die Geschäftsführung des „Brotherhood Bunker“ bei der Bevölkerung Bandungs. Man betonte, dass eine interne Evaluation durchgeführt und die Zusammenarbeit mit dem verantwortlichen EO beendet werde.
„Wir entschuldigen uns aufrichtig bei den Bürgern Bandungs. Wir werden sicherstellen, dass sich dies in Zukunft nicht wiederholt“, hieß es abschließend.