Der Bürgermeister von Medan, Rico Tri Putra Bayu Waas, hat die Bedeutung der Digitalisierung bei der Verteilung von Sozialhilfen betont, um das klassische Problem der ungenauen Zielgruppenbestimmung zu lösen.
Dies erklärte er am Montag, den 25. Mai 2026, bei der Eröffnung einer Schulung und technischen Einweisung zur Nutzung der Perlinsos-Portal-Applikation im Rahmen der Digitalisierung der Sozialhilfe in Medan, die im Bank Indonesia Kuala Deli Raum stattfand.
In seiner Rede griff Rico Waas die häufig in der Bevölkerung geäußerten Beschwerden über Ungerechtigkeiten beim Erhalt von Sozialhilfen auf. Er sagte, diese Situation entstehe, weil die Daten noch nicht gültig und anfällig für subjektive Einflüsse vor Ort seien.
„Wir hören oft Leute fragen, warum sie keine Hilfe bekommen haben, während ihre Nachbarn, die als wohlhabend gelten, tatsächlich welche erhalten. Das passiert, weil unsere Daten noch nicht vollständig gültig und transparent sind“, so Waas.
Seiner Meinung nach sei die einzige Lösung für dieses Problem die Digitalisierung. Mit einem systemgestützten, integrierten Datensystem könne die Regierung glaubwürdige, rechenschaftspflichtige und öffentlich nachvollziehbare Informationen bereitstellen.
Rico Waas erklärte zudem, dass Medan einer von 42 Bezirken und Städten in Indonesien sei, die als Standorte für die Einführung der Digitalisierung der Sozialhilfe ausgewählt wurden, nachdem diese zuvor in Banyuwangi angewendet worden war. Er betrachtete diese Entwicklung als Gelegenheit, ein professionelleres Datenerfassungssystem aufzubauen.
„In Zukunft darf es keine ‚Mag ich / Mag ich nicht‘-Daten mehr geben. Nicht, weil jemand gemocht oder nicht gemocht wird, wird er als Leistungsempfänger eingestuft. Alles muss auf echten und verifizierten Daten beruhen“, betonte er bei der Veranstaltung, an der mehrere regionale Führungskräfte, Bezirksvorsteher, Dorfvorsteher und Gemeindevertreter teilnahmen, die direkt in die Datenerfassung und den Sozialhilfeprozess in Medan eingebunden sind.
Bei dieser Gelegenheit hob Rico Waas auch die Bedeutung der Nutzung der Digitalen Bevölkerungsidentität als grundlegende Basis für die Digitalisierung hervor. Er überprüfte sogar persönlich die Bereitschaft der anwesenden Dorfvorsteher hinsichtlich ihres Besitzes der Digitalen Bevölkerungsidentität und forderte diejenigen, die sie noch nicht hatten, auf, diese umgehend zu aktivieren.
Des Weiteren gab Rico Waas bekannt, dass die Stadtverwaltung von Medan 5.080 Sozialhilfe-Agenten aus verschiedenen Bereichen, darunter das Familienwohlfahrtsprogramm und Dorfbeamte, bereitgestellt hat. Diese Agenten haben die Aufgabe, Daten zu sammeln und etwa 792.000 Haushaltsvorstände in Medan zu überprüfen.
Er setzte ein ehrgeiziges Ziel: Jeder Agent solle mindestens 5 Haushaltsvorstände pro Tag erfassen. Mit diesem Schema sollen alle Bevölkerungsdaten innerhalb eines Monats validiert werden.
Rico Waas erinnerte auch daran, dass der Datenvalidierungsprozess eine „bittere Realität“ offenbaren könnte, wie etwa eine Zunahme der Zahl der tatsächlich hilfsbedürftigen Einwohner. Dieser Zustand sei jedoch besser als ungenaue Daten, so Waas.
„Wenn sich herausstellt, dass mehr Menschen in Not sind, müssen wir uns ehrlich dieser Tatsache stellen. Mit validen Daten können wir die richtige Lösung finden“, sagte er.
Die Direktorin für Bevölkerungsverwaltung und Personenstandsregisterentwicklung der Generaldirektion für Bevölkerung und Personenstandsregister des Innenministeriums, Erliani Budi Lestari, erklärte derweil, dass die Digitalisierung der Sozialhilfe Teil einer nationalen Transformation hin zu einer effektiveren und stärker integrierten Regierungsführung sei.
Sie erläuterte, dass durch dieses System der gesamte Prozess – von der Registrierung über die biometriebasierte Verifizierung bis hin zur Bestimmung der Berechtigung von Sozialhilfeempfängern – transparent und in Echtzeit durchgeführt werde.
„Medan ist einer der wichtigen Standorte für den Ausbau der Digitalisierung der Sozialhilfe auf nationaler Ebene, da es über ein gut vorbereitetes Regierungsökosystem verfügt“, so Lestari.
In diesem Zusammenhang erklärte der stellvertretende Leiter der Repräsentanz der Bank Indonesia für die Provinz Nordsumatra, Didit Widiana, dass die Digitalisierung der Sozialhilfe die Datengenauigkeit stärken und gleichzeitig den Zugang zu Dienstleistungen für die Bevölkerung erweitern werde.
Er fügte hinzu, dass die zu verwendende Portal-Applikation den Registrierungs- und Verifizierungsprozess vereinfachen und sicherstellen werde, dass die Daten der Leistungsempfänger stets aktuell seien.
„Wir hoffen, dass diese Digitalisierung die Verteilung der Sozialhilfe zielgerichteter, rechenschaftspflichtiger und inklusiver macht“, sagte Widiana.