In Gujarat ist die politische Stimmung aufgeheizt, nachdem rund 700 Sitze bei den Kommunalwahlen ohne Gegenkandidaten blieben. Der Landesvorsitzende der Aam-Aadmi-Partei griff die BJP deshalb scharf an und erklärte, es sei beschämend, den Mord an der Demokratie zu feiern. Er behauptete, Wahlvorschläge seien durch Bestechung, Einschüchterung und sogar Entführungen zurückgezogen worden – eine gefährliche Entwicklung für die Demokratie.
Ahmedabad / Gujarat: Der Landesvorsitzende der Aam-Aadmi-Partei erklärte per Video, es sei wirklich beschämend für Gujarat und seine Bewohner, wenn heute über so traurige Ereignisse gejubelt werde. Gujarat sei bekannt für seinen Geschäftssinn, seine Friedfertigkeit und seine Kultur – Eigenschaften, die auf seine Bürger zurückgingen. Doch heute hätten einige machtrunkene Politiker jegliche Staatskunst und Politik vergessen, alle Prinzipien über Bord geworfen und eine Situation geschaffen, als gäbe es einen Wettlauf um kampflos gekürte Kandidaten. Dies gleiche einer Scheinfeier anlässlich der Ermordung der Demokratie. Es werde gefeiert, dass die BJP 700 Kandidaten ohne Gegenkandidaten durchgesetzt habe, und das werde als historisch bezeichnet – das sei zutiefst beschämend. Es bedeute, dass man nicht wahlwürdig sei. Den Menschen werde ihr Wahlrecht entzogen, und das werde noch gefeiert. Zahlreiche Audio- und Videoaufnahmen tauchten auf, die zeigten, wie durch Gier, Verführung, Bestechung, Entführung, Verbrechen und polizeiliche Drohungen versucht werde, Nominierungen zurückzuziehen – ein Alarmzeichen für die Demokratie.
Er führte weiter aus: Eine ähnliche Situation habe es in Bangladesch gegeben, wo eine Regierung durch Unterdrückung der Opposition gebildet worden sei, aber letztlich habe das Volk seine Antwort gegeben. Gujarat sei ein friedliebender Staat, doch heute herrsche Wut unter den Menschen; viele riefen an, um ihre Besorgnis über dieses Thema auszudrücken. Die BJP habe Macht, Polizei und Politik missbraucht und eine Situation geschaffen, die an die Zeiten von Ravana und Kansa erinnere. Die Wahlkommission sei zum stummen Zuschauer geworden; ihre Aufgabe sei es, unparteiische Wahlen durchzuführen, doch das sei in der aktuellen Lage nicht der Fall. Vielerorts schienen Polizei und Behörden die Rolle von BJP-Mitarbeitern zu spielen – ein ernstes Problem für Gujarat und die Demokratie. Heute werde die Demokratie ermordet und das gefeiert, aber die Menschen in Gujarat wüssten alles und würden bei den bevorstehenden Wahlen mit ihrer Stimme die passende Antwort geben, zeigte er sich überzeugt.