Seine Äußerungen erfolgten zu einem Zeitpunkt, als Munir zur zentralen Figur der pakistanischen Diplomatie geworden ist, insbesondere bei der Ausrichtung und Leitung von Gesprächen zwischen den USA und dem Iran.

Ein ehemaliger pakistanischer Informationsminister attackierte scharf die schwache Führung des Landes, indem er den Armeechef Asim Munir in den Fokus rückte, den er als „De-facto-Führer“ des Landes bezeichnete.

Er sagte, dass die Entscheidungsbefugnis derzeit bei Munir liege und Premierminister Shehbaz Sharif völlig an den Rand gedrängt sei.

„Ehrlich gesagt gibt es darüber keine zwei Meinungen. Pakistan wird derzeit von General Asim Munir geführt. Er ist der De-facto-Führer Pakistans. Die Entscheidungsgewalt liegt derzeit beim Feldmarschall oder Generalstabschef …“, so der ehemalige Minister.

Weiter bezog er sich auf die Äußerungen des US-Präsidenten Donald Trump, der den Armeechef gelobt habe, und sagte, dass Trump nicht einmal daran gedacht habe, Shehbaz Sharif zu erwähnen.

„Selbst gestern hat Präsident Trump General Asim Munir tatsächlich als Führer Pakistans bezeichnet, und er hat nicht einmal daran gedacht, über Shehbaz Sharif zu sprechen …“, fügte er hinzu.

Seine Äußerungen erfolgten zu einem Zeitpunkt, als Munir zur zentralen Figur der pakistanischen Diplomatie geworden ist, insbesondere bei der Ausrichtung und Leitung wichtiger Gespräche zwischen den USA und dem Iran. Von der persönlichen Begleitung von Delegationen bis hin zu direkten Gesprächen mit dem US-Vizepräsidenten hat er eine führende Rolle in der Außenpolitik übernommen und dabei sogar die zivile Führung in den Schatten gestellt.

Sogar Trump schien diese Ansicht zu teilen. Während er andeutete, dass die nächste Gesprächsrunde zwischen den USA und dem Iran „in den nächsten zwei Tagen“ in Pakistan stattfinden könnte, lobte er Munir als „fantastischen“ Führer und zeigte sich zuversichtlich. Bemerkenswerterweise erwähnte Trump Sharif mit keinem Wort, was den Eindruck verstärkte, wer wirklich die Macht innehat.

In der Zwischenzeit reiste Munir nach Teheran, um den diplomatischen Austausch zwischen dem Iran und den USA zu erleichtern, nachdem die gescheiterten Verhandlungen am Wochenende in Islamabad stattgefunden hatten.

Ein hochrangiger Sicherheitsbeamter sagte, dass Munir voraussichtlich eingehende Gespräche mit hochrangigen iranischen Beamten über die jüngsten US-iranischen Gespräche führen und die Positionen beider Verhandlungsseiten prüfen werde.