Takeshi Niinami bei einer Pressekonferenz im Bezirk Chiyoda in Tokio.

Der ehemalige Vorsitzende der Suntory Holdings Ltd., Takeshi Niinami, ist zusammen mit einer ihm bekannten Frau wegen des mutmaßlichen Imports illegaler Nahrungsergänzungsmittel ohne Haftbefehl an die Staatsanwaltschaft übergeben worden, wie Ermittlungskreise berichten.

Niinami bestreitet die Anschuldigung, Nahrungsergänzungsmittel aus den USA importiert zu haben, die einen verbotenen Gehalt eines aus Cannabis gewonnenen Stoffes enthielten. Die Staatsanwaltschaft dürfte nun sorgfältig prüfen, ob sie Anklage erhebt.

Im vergangenen September trat Niinami als Vorsitzender der Suntory Holdings und als Vorsitzender der Japan Association of Corporate Executives (Keizai Doyukai) zurück, einem einflussreichen Wirtschaftsverband.

Bei einer Pressekonferenz im selben Monat, noch vor seinem Rücktritt von Keizai Doyukai, sagte Niinami: „Ich habe keine Gesetze gebrochen und bin unschuldig.“ Er fügte hinzu: „Ich habe die Mittel in Japan weder besessen noch verwendet und auch keinen Import veranlasst.“

Bei dem Cannabis-Stoff in den Mitteln handelte es sich um Tetrahydrocannabinol, besser bekannt als THC.

Die Frau hatte die Nahrungsergänzungsmittel aus den USA an ihren Bruder in der Präfektur Fukuoka gesendet. Die örtliche Polizei nahm ihn wegen des Verdachts auf Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz fest. Aus Ermittlerkreisen hieß es, er habe ausgesagt: „Ich wurde gebeten, sie an Niinami zu schicken.“

Die Polizei in der Präfektur Fukuoka durchsuchte im August letzten Jahres auf Grundlage von Informationen der Zollbehörden Niinamis Haus in Tokio, fand jedoch keine illegalen Drogen. Ein Urintest bei Niinami verlief ebenfalls negativ.