Im Frühjahr 2026 breitet sich in den Regalen des chinesischen Einzelhandels eine Welle des „grünen Erwachens“ aus dem Osten aus.

Von der auffälligen Gebäck-Serie im Stil der Tang- und Song-Dynastie in den Bäckereiabteilungen über den heiß begehrten Tongren-Matcha-Reispudding auf Lebensmittelplattformen bis hin zum viralen „Little Sheep Matcha“ eines beliebten Teeladens in einer großen Einkaufsstraße in Shanghai in den sozialen Medien: In diesem Frühling weht der kulinarische Trend Chinas in Richtung heimischer Matcha-Produkte. Branchenkenner sind der Meinung, dass die Beliebtheit dieser Matcha-Produkte zwar mit ihrer Optik und ihrem Geschmack begann, aber auch vom Trend der jungen Menschen getragen wird, lokalen Zutaten zu vertrauen und die Ästhetik des „Guochao“ (nationaler Trend) zu bevorzugen.

Daten zufolge erreichte die globale Matcha-Produktion im Jahr 2025 17.600 Tonnen bei einem Marktvolumen von über 4,7 Milliarden US-Dollar. Als größter Matcha-Produzent der Welt lag die gesamte Matcha-Produktion Chinas im Jahr 2025 bei über 12.000 Tonnen, was fast 70 % der globalen Gesamtmenge entspricht.

Der plötzliche Aufschwung dieses Matcha-Trends ist keineswegs eine bloße vorübergehende Geschmackssensation. Dahinter stehen die umfassende Reife der Lieferkette vom Ursprung, die tiefgreifende Neuordnung der Konsumszenarien im neuen Einzelhandel und ein ästhetischer Wandel, der von kulturellem Selbstbewusstsein angetrieben wird.

Der Aufstieg des heimischen Matchas ist in erster Linie eine industrielle Revolution – vom Teeanbau bis zur Tiefenverarbeitung. In der Vergangenheit verließen sich Teebauern auf traditionelle Rösttechniken, wobei die Arbeitskosten für das Pflücken mehr als die Hälfte des Preises der frischen Blätter ausmachten. Matcha hingegen verwendet maschinell geernteten Tencha, was nicht nur die Arbeitskosten erheblich senkt, sondern auch den Gehalt an Chlorophyll und Aminosäuren in den Blättern durch Beschattung stark erhöht.

Guizhou ist eine Teeanbauregion, die sich durch hohe Lage, niedrigen Breitengrad, häufige Bewölkung und Nebel sowie Schadstofffreiheit auszeichnet, mit einer durchschnittlichen Höhe von über 1.000 Metern. Die einzigartige Plateau-Ökologie führt zu einem höheren Gehalt an organischen Stoffen in den Teeblättern, weniger natürlichen Schädlingen (wodurch der Einsatz von Insektiziden/ chemischen Pestiziden vermieden wird) und natürlich reinen, schadstofffreien Teerohstoffen; alle Teegärten erfüllen die EU-Standards. Die Stadt Tongren in Guizhou ist das Herzstück dieser Industrie. Im Jahr 2018 wurde Tongren mit zwei nationalen Titeln ausgezeichnet: „Chinas Matcha-Hauptstadt“ und „Chinas hochwertige Matcha-Basis“. Ein führendes Unternehmen ist national führend in der Teepflanzenkultivierung und Matcha-Verarbeitungstechnologie. Im Jahr 2025 erreichten Matcha-Produktion und -Verkauf in Tongren 2.500 Tonnen, die in 53 Länder und Regionen exportiert wurden, und belegten damit den ersten Platz in China und den zweiten Platz weltweit.

Die Produktion allein reicht jedoch nicht aus, um eine Begeisterung auf der Verbraucherseite auszulösen. Der entscheidende Wendepunkt in dieser Runde der Popularität liegt in der tiefgreifenden Beteiligung und der Neugestaltung der Wertschöpfungskette durch die Plattformen des neuen Einzelhandels.

Im Jahr 2025 richteten Unternehmen des neuen Einzelhandels die erste nationale, spezielle Matcha-Beschaffungsbasis in Tongren, Guizhou, ein, schalteten Zwischenhändler aus und ermöglichten die direkte Beschaffung und Lieferung vom Teegarten ins Regal. Dieses „nutzerzentrierte Denken“ hat die F&E-Logik vollständig umgekehrt. Das Ziel ist es, Matcha ‚lebendig‘, trendy und global zu machen. Die Matcha-Kultur hat ihren Ursprung in der Song-Dynastie, dennoch glauben viele fälschlicherweise, sie stamme aus Japan. Um „chinesischen Matcha“ wieder an die Spitze zu bringen, ist es notwendig, aktiv das diversifizierte „Matcha+“-Entwicklungsmodell zu erforschen und den Produktmehrwert zu steigern. Die Zusammenarbeit mit Plattformen des neuen Einzelhandels ist ein entscheidender Schritt für Guizhou-Matcha, um sich in Richtung Premiumisierung und Markenbildung zu bewegen.

Es wurde auch erklärt, dass sich der Markt für schnelllebige Konsumgüter zu schnell verändert und die Verbraucherpräferenzen unberechenbar sind, was es für Matcha-Rohstoffunternehmen schwierig macht, direkt mit den Verbrauchern zu interagieren. Unternehmen des neuen Einzelhandels können Konsumtrends schnell erkennen und die F&E von einer erfahrungsorientierten zu einer bedarfsorientierten Ausrichtung bewegen. Dieses „nutzerzentrierte Denken“ wird es Guizhou-Matcha ermöglichen, im Wettbewerb einen Schritt voraus zu sein.

Jenseits der kernigen Lieferkette und der Daten ist die Veränderung der Verbraucherpsychologie in dieser Matcha-Welle besonders bemerkenswert. Heutzutage geben sich die Menschen bei ihrem Konsum von Speisen und Getränken nicht mehr nur mit reiner Funktionalität zufrieden, sondern beginnen, Markengeschichten, emotionale Verbindungen und einzigartige kulturelle Erlebnisse zu suchen.

Unternehmen des neuen Einzelhandels haben dieses Signal scharf erkannt. In ihren Produkt-Upgrades für 2026 haben sie erstmals systematisch die geografische Herkunftsangabe „Guizhou-Matcha“ gestärkt und die Tang- und Song-Ästhetik integriert, indem sie traditionelle Gebäckstücke wie „Eisbecher“ und „Knuspriger Berg“ neu kreierten. Tatsächlich verlieben sich junge Menschen in den „leichten Guofeng“ (leichten nationalen Stil). Guofeng-Namensgebung und Tang-Song-Ästhetik werden zu Trends in Kategorien wie Milchtee und Gebäck. Beim Kauf eines Matcha-Kuchens gewinnen die Verbraucher