Die Herrlichkeit dieses Tages wird ausführlich im Matsya Purana und Varaha Purana beschrieben. Nachdem er die Erde aus der Sintflut gerettet hatte, erklärte Gott Varahadeva selbst der Göttin Vasundhara die Bedeutung dieses Tages. Er sagte, dass man durch Baden, Spenden, Rezitieren und das Darbringen von Tarpana an Akshaya Tritiya unvergängliche Ergebnisse erlangt. Das Fasten an diesem Tag sammelt alle Tugenden an. Wenn dieser Tag zudem mit dem Mondhaus Krittika zusammenfällt, steigt seine Bedeutung noch weiter. Den Schriften zufolge bringt es höchstes Glück, an diesem Tag Vishnu mit Reiskörnern zu verehren und einem Brahmanen Sattu (geröstetes Kichererbsenmehl) zu spenden. Die Puranas erwähnen auch, dass Frauen, die dieses Gelübde einhalten, Kinder bekommen, deren Ruhm ewig währt.
Das höchste Beispiel für die unfehlbare Kraft des Gebens an Akshaya Tritiya ist Sri Krishna und sein Jugendfreund Sudama. Von Armut geplagt, ging Sudama einst nach Dwarka, um Krishna zu treffen. Sein einziger Besitz waren einige Handvoll Fladenreis, die ihm seine Frau Sushila mitgegeben hatte. Sri Krishna nahm dieses Geschenk liebevoll an. Dieses einfache, von Hingabe erfüllte Opfer war für Krishna unschätzbar. Obwohl Sudama um nichts bat, verwandelte der allwissende Herr seine bescheidene Hütte in einen Palast. Die Geschichte von Krishna und Sudama lehrt uns an Akshaya Tritiya, dass selbst eine bescheidene Gabe unvergänglichen Reichtum bringen kann.
Gemäß den Schriften sollte man an diesem Tag in der Ganga baden und nach seinen Möglichkeiten Wasser, Nahrung oder Kleidung spenden. Dies befriedigt nicht nur einen selbst, sondern auch die Seelen der Ahnen. Inmitten unseres modernen, geschäftigen Lebens ist es wesentlich, diese religiöse Lehre an Akshaya Tritiya zu beachten. Selbst eine kleine, mit Hingabe ausgeführte Handlung an diesem heiligen Tag des Vaishakha kann einem Gläubigen unendlichen Frieden und Wohlstand ins Leben bringen. Möge der Tag mit einem reinen Herzen und der Erinnerung an den Höchsten Herrn beginnen.