Bengaluru-Chennai Expressway: Die Bengaluru-Chennai Expressway (NE-7) steht vor der Fertigstellung und wird die Infrastruktur Südindiens grundlegend verändern. Es handelt sich um die erste hufeisenförmige, zugangskontrollierte Schnellstraße des Landes. Der Bau befindet sich in der finalen Phase, etwa 95 % der Arbeiten sind abgeschlossen. Die offizielle Eröffnung wird für Mai oder Juni 2026 erwartet.
Einige Abschnitte der Strecke, insbesondere von Hoskote bis zur Grenze nach Andhra Pradesh, sind bereits im Probebetrieb freigegeben. Dies dient der Überprüfung von Nutzen und Sicherheit. Die insgesamt etwa 263 Kilometer lange, als Hochgeschwindigkeits-Neubaustrecke konzipierte Autobahn verbessert die Straßenverbindung zwischen den beiden Metropolen erheblich und führt durch die Bundesstaaten Karnataka, Andhra Pradesh und Tamil Nadu.

Bengaluru-Chennai Expressway: Fahrzeit von 7 auf 3 Stunden reduziert
Mit der Inbetriebnahme wird sich die Reisezeit drastisch verkürzen. Die Fahrt von Bengaluru nach Chennai, die derzeit 6 bis 7 Stunden dauert, wird auf nur noch 2,5 bis 3 Stunden reduziert. Zudem ist die neue Route etwa 80 Kilometer kürzer als die alte NH-48.
Die Strecke führt durch drei Bundesstaaten und wichtige Orte wie Hoskote, Malur, Bangarapet, V. Kota, Palmaner, Gudiyatham, Arakkonam und Sriperumbudur.
Bengaluru-Chennai Expressway: Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h
Die Expressway ist technisch hochmodern ausgelegt. Sie ist für eine Geschwindigkeit von 120 km/h konzipiert. Das gesamte Streckennetz ist mit einem Intelligenten Verkehrssystem (ITS) ausgestattet, das mit High-Tech-Kameras und Sensoren ausgestattet ist und bei Unfällen oder Staus sofort die Leitstelle alarmiert. Da es sich um eine zugangskontrollierte Straße handelt, gibt es entlang der gesamten Strecke weder Ampeln noch Kreuzungen.
Neue Arbeitsplätze entlang der Strecke von Bengaluru nach Chennai
Das Projekt ist auch wirtschaftlich von großer Bedeutung. Entlang der Strecke, etwa in Sriperumbudur und Hoskote, entstehen neue Industriezentren. Zudem wird in Mudalinganahalli ein großer multimodaler Logistikpark errichtet, der direkt an diese Verkehrsachse angebunden wird. Aus Sicherheitsgründen bleibt der Betrieb von Zweirädern und Autorikschas auf der Expressway verboten. Die Autobahn wird nicht nur das Reisen schneller und sicherer machen, sondern auch der regionalen Entwicklung neuen Schwung verleihen.
Bengaluru-Chennai Expressway: Vollständige Fertigstellung bis 2027 erwartet
Die Gesamtfertigstellung der Bengaluru-Chennai Expressway wird nun für Anfang 2027 erwartet. Ursprünglich war die Inbetriebnahme für 2024, dann für Juni 2026 geplant. Verzögerungen ergeben sich jedoch durch Genehmigungsverfahren für Waldflächen, Landakquisitionen, finanzielle Schwierigkeiten von Auftragnehmern und noch laufende Arbeiten in einigen Abschnitten.
Der 72 Kilometer lange Abschnitt von Hoskote nach KGF in Karnataka ist bereits seit fast einem Jahr in Betrieb. Ein durchgehender Betrieb auf der gesamten Strecke ist jedoch noch nicht möglich, da die Arbeiten in den Abschnitten in Andhra Pradesh und Tamil Nadu noch andauern.