Feuerwehrleute im Einsatz bei einer dringenden Rettungsaktion.
„Hilfe! Jemand steckt im Schlamm fest und sinkt immer weiter ein!“ Am Nachmittag des 28. Januar durchbrachen verzweifelte Hilferufe die winterliche Stille auf einem Feldweg im Wohngebiet Baijing Orchard in Lanxi, einem Stadtteil des Kreises Xishui in Huanggang, Hubei. Ein älterer Mann in seinen Sechzigern war beim Angeln an einem Teich in weichen Schlamm getreten und sank immer weiter ein. Sein Leben war in ernster Gefahr.
Nach dem Notruf rückte die Feuer- und Rettungswache Caihong Avenue aus Xishui umgehend mit einem Fahrzeug und sechs Einsatzkräften aus. Da der Einsatzort tief im ländlichen Raum lag und die engen, holprigen Wege für das Löschfahrzeug unpassierbar waren, stiegen die Retter in das Kleinwagen eines Anwohners um und kämpften sich gegen die Zeit zum Ort des Geschehens vor.
Der Anblick vor Ort war beunruhigend: Der Mann war in der Mitte einer Schlammgrube gefangen, sein Unterkörper bereits von der dunklen, zähen Masse verschlungen. Mühsam hielt er sich am Arm eines Dorfbewohners und einem Ast fest. Sein Gesicht war blass, die Lippen blau angelaufen, und er zitterte vor Kälte.
„Keine Panik, wir sind da, wir holen Sie da raus!“, beruhigten ihn die Feuerwehrleute und entwickelten schnell einen Rettungsplan. Der Schlamm war weich, ein unbedachtes Vorgehen hätte die Helfer selbst in Gefahr bringen können. Daher organisierten sie sich von Anwohnern breite Holzplanken und Schaufeln. Sie legten die Planken auf der Schlammoberfläche aus, um einen provisorischen, lastverteilenden Weg zu schaffen, und näherten sich dem Mann vorsichtig.
In Reichweite angekommen, kniete sich ein Feuerwehrmann hin und befestigte schnell ein Sicherungsseil fest um die Taille des Mannes, um ein weiteres Absinken zu verhindern. Andere Einsatzkräfte lockerten mit Schaufeln behutsam den Schlamm um ihn herum. „Halten Sie durch, wir arbeiten Sie langsam frei, gleich haben wir Sie draußen.“ Während der gesamten Aktion sprachen die Retter dem Verängstigten beruhigend zu.
Während Feuerwehrleute am Ufer das Sicherungsseil straff hielten, stützten die Kräfte in der Grube den Mann unter den Achseln und am Rücken. Unter Ausnutzung der Planken zogen sie ihn langsam und stetig Zentimeter für Zentimeter aus dem Schlamm. Bei eisigem Wind wurden ihre Hände rot und die Uniformen verschmierten mit Matsch. Nach fast einer Stunde intensiver Bemühungen war der Mann endlich befreit.
Um Unterkühlung zu verhindern, trugen die Einsatzkräfte ihn sofort an einen sicheren Ort am Ufer. Sie entfachten ein Feuer, wuschen ihn mit warmem Wasser behutsam ab und hüllten ihn in eine vorbereitete Decke, um die Kälte aus seinen Gliedern zu treiben. Wie sich herausstellte, war der Mann mit anderen zum Angeln an den Teich gegangen, weil es dort Fische geben sollte, und war dabei in eine tiefe Schlammstelle geraten. Dank der schnellen Rettung erlitt er nur eine leichte Unterkühlung und einen Schock.
Die Feuerwehr warnt: Der Schlamm in Teichen, Tümpeln und ähnlichen Gewässern ist im Winter oft weich und trügerisch. Die Bevölkerung wird dringend gebeten, nicht zum Angeln oder zur Freizeitgestaltung in unbekannte Gewässer zu waten. Wer dennoch im Schlamm feststeckt, sollte nicht blind um sich strampeln. Bewahren Sie Ruhe, rufen Sie laut um Hilfe, um Aufmerksamkeit zu erregen, und alarmieren Sie die Rettungskräfte unter der 112. Warten Sie dann auf das Eintreffen der professionellen Helfer.