Addis Abeba — Die Regierung Äthiopiens hat in Zusammenarbeit mit der Europäischen Union und der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) ein Projekt im Wert von 6,5 Millionen Euro gestartet. Es soll sichere, geordnete und reguläre Arbeitsmigration zwischen den Regionen fördern.
Das Projekt mit dem Titel „Stärkung der regionalen Zusammenarbeit für sichere, geordnete und reguläre Arbeitsmigration“ zielt darauf ab, Governance-Systeme zu unterstützen und die Rechte äthiopischer Arbeitskräfte in allen Phasen der Migration zu schützen.
Das von der EU finanzierte, vierjährige ILO-Projekt soll das Management von Arbeitsmigration in Äthiopien verbessern. Für viele Bürger ist die Arbeit im Ausland nach wie vor eine wichtige Lebensgrundlage und ein bedeutender Faktor für die wirtschaftliche Entwicklung.
Während der Auftaktveranstaltung hieß es, das Management von Arbeitsmigration sei von Natur aus komplex, da es mehrere Institutionen, Politikbereiche und grenzüberschreitende Dynamiken umfasse.
Man würdigte die Fortschritte Äthiopiens bei der Entwicklung von Politiken zum Schutz von Arbeitsmigranten und zur Förderung sicherer Migrationswege. Gleichzeitig wies man darauf hin, dass weiterhin Probleme wie der eingeschränkte Zugang zu sicheren Migrationskanälen, die mangelnde Übereinstimmung von Qualifikationen mit den Ziellarbeitsmärkten sowie unzureichende Informations- und Schutzangebote das Wohlergehen der Migranten gefährden.
Es wurde betont: „Migrationsherausforderungen können nicht durch isolierte Maßnahmen gelöst werden, sondern erfordern koordinierte, evidenzbasierte und institutionell geführte Antworten.“
Das neu gestartete Projekt ziele darauf ab, diese Herausforderungen durch einen systematischen Ansatz anzugehen, um Governance-Strukturen und institutionelle Kapazitäten auf Bundes- und Regionalebene zu stärken.
Zudem solle das Projekt eine rechtsbasierte und geschlechtersensible Steuerung der Arbeitsmigration fördern und dabei innovative Methoden zur Verbesserung der bestehenden Systeme einführen.
Der Fokus liegt auf der Stärkung institutioneller Kapazitäten, der Kompetenzentwicklung und -anerkennung, der Bereitstellung genauer Informationen und Schutzservices, fairen Rekrutierungspraktiken, die regulatorische Rahmenbedingungen aktivieren, sowie der Förderung transparenter Beschäftigungsstandards zur Verhinderung von Ausbeutung.
Es hieß: „Diese vierjährige Initiative ist ein entscheidender Schritt hin zu einem nachhaltigen Rahmen für Arbeitsmigration, der den internationalen Verpflichtungen Äthiopiens gerecht wird.“
Man verwies darauf, dass die Regierung während der Reformphase ihren Fokus auf die Auslandsbeschäftigung intensiviert habe.
Das Projekt werde eine entscheidende Rolle bei der Bewältigung der Herausforderungen spielen, mit denen Migranten konfrontiert sind, insbesondere im Zusammenhang mit Menschenhandel.
Man bedankte sich für die kontinuierliche Unterstützung und betonte die Bedeutung fortwährender Zusammenarbeit und geteilter Verantwortung aller Beteiligten.
Die Bedeutung des Projekts für die Förderung sicherer, geordneter und regulärer Arbeitsmigration aus dem Land wurde als äußerst hoch eingeschätzt.
Man bekräftigte das feste Engagement, ein evidenzbasiertes und gegenseitig vorteilhaftes Management der Arbeitsmigration in Äthiopien zu unterstützen. Gut gesteuert, könne Arbeitsmigration eine starke Triebkraft für die Entwicklung der Migranten, ihrer Herkunftsländer, der Zielländer und der Volkswirtschaften auf beiden Seiten sein.
Man hob das immense Humankapital und das große Potenzial Äthiopiens hervor und verwies darauf, dass jährlich etwa zwei Millionen junge Äthiopier in den Arbeitsmarkt eintreten.
Die bedeutenden Fortschritte der äthiopischen Regierung bei der Förderung des Managements von Arbeitsmigration seien anerkannt, was laufende Reformen, institutionelle Strukturen und politische Verpflichtungen beinhalte.
Man betonte, das Projekt baue auf bereits Erreichtem auf, verstärke die Erfolge und unterstütze nationale Prioritäten mit gezielten und nachhaltigen Interventionen.
Unter Bezugnahme auf regionale Erfahrungen wurde auf ein Programm verwiesen, das die Bedeutung regionaler Kooperation, ressortübergreifender Koordination und der Einbindung von Zielländern bestätigt habe.
Dies umfasse den gesamten Migrationszyklus – von der Kompetenzentwicklung und Vorbereitung vor der Abreise über den Schutz im Ausland bis hin zur Unterstützung bei der Wiedereingliederung.