Der „Billionaire Ambitions Report“ der UBS zeigt, dass Milliardärserben im Jahr 2025 gemeinsam ein Rekordvermögen von 297,8 Milliarden US-Dollar geerbt haben – ein Anstieg von 36 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Obwohl nur 91 Erben diese Vermögenswerte erhielten (weniger als im Jahr zuvor), erreichte der Gesamtwert einen historischen Höchststand. Dies unterstreicht einen zentralen Trend im heutigen globalen Vermögensgefüge: Kapital wird schneller und in größeren Summen übertragen, wodurch sich die wirtschaftliche Macht in den Händen weniger Begünstigter konzentriert.

Dieser Generationenwechsel definiert neu, wie vermögende Familien über die Zukunft denken.

„Da Familien zunehmend international agieren und groß angelegte Vermögensübertragungen sich beschleunigen, verlagert sich der Fokus von der bloßen Vermögensbewahrung hin dazu, die nächste Generation zu befähigen, eigenständig und verantwortungsvoll erfolgreich zu sein. Dies beeinflusst nicht nur die Nachfolgeplanung, sondern auch philanthropische Schwerpunkte und langfristige Investitionsentscheidungen“, heißt es in dem Bericht.

Der Bericht zeigt, dass die beschleunigte Vermögensweitergabe die Milliardärslandschaft umgestaltet. Bis 2025 wird die Zahl der mehrgenerationalen Milliardäre auf 860 steigen, deren Gesamtvermögen sich auf 4,7 Billionen US-Dollar beläuft (Vorjahr: 4,2 Billionen). Das stärkste Wachstum verzeichnen Milliardäre der dritten Generation, gefolgt von der vierten und weiteren Generationen.

Dieser Wandel vollzieht sich parallel zur fortlaufenden Neuschaffung von Vermögen. Im Jahr 2025 trugen selbstgemachte Milliardäre 386,5 Milliarden US-Dollar zum globalen Vermögen bei, wodurch das Gesamtvermögen aller Milliardäre auf einen Rekordwert von 15,8 Billionen US-Dollar stieg. Die UBS weist jedoch darauf hin, dass die Art und Weise, wie Vermögen verteilt und erhalten wird, eine immer wichtigere Rolle spielt.

Die wachsende Bedeutung von Erbschaften beeinflusst auch Familienstrukturen und Prioritäten. Viele Erben entscheiden sich dafür, unabhängige Karrieren zu verfolgen oder sich sozialen Anliegen zu widmen, anstatt lediglich geerbtes Vermögen zu verwalten. Dies macht die langfristige Planung komplexer.

Für die Zukunft erwartet die UBS eine weitere Beschleunigung der Vermögensübertragungen. Bis 2040 dürften Milliardäre schätzungsweise etwa 6,9 Billionen US-Dollar weitergeben, der Großteil davon an ihre Kinder. Dies würde den größten generationenübergreifenden Kapitaltransfer der modernen Geschichte markieren.

Diese Generationsnachfolge entwickelt sich zu einer bestimmenden Kraft im globalen Finanzsystem.