Senegals Trainer rechtfertigt sein Handeln im Afrika-Cup-Finale und lobt marokkanische Organisation.
Senegals Nationaltrainer Pape Thiaw hat sich für sein Verhalten im Finale des Afrika-Cups 2025 entschuldigt. Er hatte seine Spieler angewiesen, aus Protest gegen einen Elfmeterpfiff für Marokko in der Nachspielzeit bei einem Stand von 0:0 das Spielfeld zu verlassen.
In einer Botschaft an die Fußballfans sagte Thiaw: „Ich entschuldige mich, wenn ich jemandem damit wehgetan habe. Aber die Fußballfans wissen genau, dass Leidenschaft ein fester Bestandteil dieses Sports ist.“
Er teilte auf seinem Instagram-Account Fotos, auf denen er die „Löwen von Teranga“ zum afrikanischen Titel führt, und kommentierte: „Für Senegal, mein Herz, meine Seele und mein Verstand sind in diesem wundervollen Land verwurzelt, das mir alles gegeben hat und für das ich das Unmögliche tun würde.“
Zu seinen Aktionen in der Finalnacht am vergangenen Sonntag fügte er hinzu: „Wir haben ein außergewöhnliches Turnier mit fantastischer Organisation erlebt, das leider in einem dramatischen Finale endete. Es war niemals meine Absicht, die Prinzipien des Spiels, das ich so sehr liebe, zu verletzen. Ich wollte nur meine Spieler vor einer Ungerechtigkeit schützen.“
Er fuhr fort: „Was einige als Regelverstoß sehen mögen, war in Wirklichkeit nur eine emotionale Reaktion auf die voreingenommene Situation, der wir ausgesetzt waren. Nach einer Beratung entschieden wir, das Spiel zu Ende zu führen und diesen Pokal für euch zu gewinnen.“
Der Trainer bedankte sich beim senegalesischen Präsidenten, dem Sportministerium und dem Fußballverband für die besten Bedingungen und die Unterstützung der Nationalmannschaft. Ein besonderer Dank galt den senegalesischen Fans, die das Team vom Beginn des Turniers bis zum letzten Moment unterstützt hatten.
Thiaw verließ mit seinen Spielern das Feld, nachdem im Finale ein Elfmeter für Marokko gegeben wurde.
Er schloss seine Nachricht mit den Worten: „All das hätte ich ohne meine Familie nicht geschafft: meine verstorbene Mutter, meinen Vater, meine Frau und meine Kinder, die mir eine zusätzliche Motivation geben. Und schließlich sage ich zu meinen Männern, diesen 28 Kriegern, die Schweiß, Blut und Seele für ihr Land gegeben haben: Es ist mein Stolz, euch zu führen. Ihr seid nicht nur Legenden, sondern außergewöhnliche Menschen.“
Afrika-Cup
Der Afrika-Cup (AFCON) ist das wichtigste Fußballturnier für Nationalmannschaften in Afrika. Es wurde 1957 gegründet, um die Unabhängigkeit und Einheit des afrikanischen Fußballs zu feiern. Das erste Turnier fand mit nur drei Mannschaften statt. Heute wird es alle zwei Jahre ausgetragen und hat sich zu einem großen globalen Sportereignis entwickelt, das die besten Talente und die Leidenschaft des Kontinents präsentiert.
Senegal
Senegal ist ein westafrikanisches Land mit reichem kulturellem Erbe. Es war Zentrum mehrerer vorkolonialer Reiche und ein Hauptumschlagplatz im transatlantischen Sklavenhandel. Zu seinen Kulturstätten zählen die UNESCO-gelistete Insel Gorée, ein eindringliches Denkmal für den Sklavenhandel, und die historische Kolonialstadt Saint-Louis. Heute ist das Land für seine lebendige Musik, Kunst und die einflussreichen Sufi-Bruderschaften bekannt, die seine Gesellschaft prägen.
Marokko
Marokko ist ein nordafrikanisches Land mit einer vielfältigen Geschichte, geprägt von indigenen Amazigh (Berber)-Kulturen, arabischem Einfluss ab dem 7. Jahrhundert und späteren europäischen Kontakten. Es ist berühmt für seine kulturellen Stätten, von den antiken römischen Ruinen in Volubilis bis zu den Kaiserstädten Marrakesch, Fès und Meknès mit ihren lebendigen Altstädten (Medinas) und historischer islamischer Architektur. Die Identität des Landes ist eine einzigartige Mischung aus arabischen, amazighischen, afrikanischen und europäischen Traditionen.
Rabat
Rabat ist die Hauptstadt Marokkos. Sie wurde im 12. Jahrhundert als Militärposten des Almohaden-Reiches gegründet. Heute ist sie ein modernes politisches und administratives Zentrum und UNESCO-Weltkulturerbe. Das gut erhaltene historische Viertel mit dem Hassan-Turm und der Nekropole Chellah zeigt eine gelungene Verbindung islamischer und europäisch-kolonialer Einflüsse.
Löwen von Teranga
Die „Löwen von Teranga“ ist der liebevolle Spitzname der senegalesischen Fußballnationalmannschaft. Er leitet sich vom Nationaltier (Löwe) und dem wolofischen Konzept „Teranga“ ab, das Gastfreundschaft bedeutet. Das Team erlangte 2002 weltweite Bekanntheit, als es das Viertelfinale der FIFA-Weltmeisterschaft erreichte und dabei Titelverteidiger Frankreich im ersten Spiel besiegte. Die Mannschaft wird nicht nur für ihre sportlichen Erfolge gefeiert, sondern gilt auch als Symbol des Nationalstolzes und des gastfreundlichen Geistes der senegalesischen Kultur.
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