Das äthiopische Finanzministerium gab heute bekannt, dass es eine vorläufige Einigung mit einem Ad-hoc-Komitee von Anleihegläubigern über die wesentlichen finanziellen Bedingungen für die Umstrukturierung der 1-Milliarde-Dollar-Anleihen Äthiopiens mit einem Zinssatz von 6,625% und Fälligkeit 2024 erzielt hat.
Zwischen dem 23. Dezember 2025 und dem 1. Januar 2026 führte Äthiopien nicht-öffentliche Gespräche mit dem Ad-hoc-Komitee, das institutionelle Anleger vertritt, die über 45% der ausstehenden Anleihen von 2024 halten.
Die Verhandlungen konzentrierten sich auf die mögliche Anleiheumstrukturierung und wurden von Beratern beider Seiten unterstützt.
Das Finanzministerium bestätigte, dass diese Gespräche zu einer vorläufigen Einigung über die Kernbedingungen der Umstrukturierung führten. Äthiopien betrachtet die vereinbarten Konditionen als vereinbar mit den Zielen seines Programms mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) und im Einklang mit dem vom Offiziellen Gläubigerkomitee (OCC) angewandten Grundsatz der „Vergleichbarkeit der Behandlung“.
Laut Ministerium wurden die vereinbarten finanziellen Bedingungen dem Offiziellen Gläubigerkomitee zur Erteilung seiner Nichtbeanstandung sowie dem IWF vorgelegt, um die Übereinstimmung mit dem langfristigen Schuldentragfähigkeitsrahmen Äthiopiens sicherzustellen.
Äthiopien hat sich zudem verpflichtet, die konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Ad-hoc-Komitee fortzusetzen, um die nicht-finanziellen Bedingungen der neuen Wertpapiere, die im Zuge der Umstrukturierung ausgegeben werden sollen, fertig auszuarbeiten. Diese vorläufige Vereinbarung steht unter dem Vorbehalt des Abschlusses dieser Gespräche und des Erhalts endgültiger Bestätigungen sowohl vom IWF als auch vom Offiziellen Gläubigerkomitee.
Die Regierung bekräftigte ihre Absicht, zügig auf die Umsetzung der Umstrukturierung durch ein Umtauschangebot und/oder die Einholung von Zustimmungen hinzuarbeiten, mit dem Ziel, diese so früh wie möglich im Jahr 2026 durchzuführen.