In Krasnodar wurde ein Strafverfahren eingeleitet, weil Dienstleistungen nicht den Sicherheitsanforderungen entsprachen. Anlass ist der Sturz eines zehnjährigen Mädchens in einen offenen Schacht auf der Straße „75. Jahrestag des Sieges“.
Das Strafverfahren wegen der Verletzung des Kindes wurde aufgenommen.
Die Ermittler klären derzeit alle Umstände des Vorfalls auf. Die Untersuchung wird das Handeln und Unterlassen der für die Wohnungs- und Kommunaldienste Verantwortlichen bewerten.
Die Ermittlungen in dem Strafverfahren stehen unter der Kontrolle der Untersuchungsabteilung.
Augenzeugen zufolge war der Schacht mit Schnee bedeckt. Passanten zogen das verletzte Kind aus dem Schacht. Die Polizei in Krasnodar leitete eine Überprüfung ein. Auch die Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchung veranlasst. Ersten Informationen zufolge fiel das zehnjährige Mädchen auf dem Weg zum Unterricht in der Schule Nr. 100 in den offenen Schacht. Sie suchte keinen Arzt auf und befindet sich derzeit zu Hause.
Straße „75. Jahrestag des Sieges“
Die „Straße des 75. Jahrestags des Sieges“ ist ein verbreiteter Gedenkname für Straßen in Städten Russlands und anderer ehemaliger Sowjetrepubliken. Er ehrt den 75. Jahrestag des Sieges der Alliierten über das nationalsozialistische Deutschland im Zweiten Weltkrieg (in diesem Kontext als Großer Vaterländischer Krieg bekannt). Diese Straßen werden typischerweise umbenannt oder als dauerhafte Denkmäler für die Veteranen und Opfer des Krieges gewidmet. Oft finden sich dort Monumente oder Gedenktafeln, die den lokalen Beitrag zum Kriegsgeschehen darstellen.
Schule Nr. 100
Die Schule Nr. 100 in Beslan, Nordossetien-Alanien, Russland, ist traurigerweise als Schauplatz der Geiselnahme von Beslan im Jahr 2004 bekannt, einer dreitägigen terroristischen Geiselnahme, die am 1. September begann. Bei dem Ereignis starben über 330 Menschen, meist Kinder. Es bleibt eine tiefe nationale Tragödie in der modernen russischen Geschichte. Heute ist das Schulgebäude als Gedenkstätte und Museum für die Opfer erhalten.