
Der Bürgermeister der Region Medina und CEO der Regionalentwicklungsbehörde hat die Veranstaltung „Tawasul“ unter dem Titel „Jenseits des Wohnraums: Datenbasiertes Wohnen zur Verbesserung der Lebensqualität“ eröffnet. Organisiert wurde die Veranstaltung von der Regionalentwicklungsbehörde in Partnerschaft mit der Gemeindeverwaltung der Region und mit Unterstützung des Programms der Vereinten Nationen für menschliche Siedlungen (UN-Habitat) im Rahmen des 13. Weltstädteforums in Baku, Aserbaidschan.
In der Eröffnungsrede wurde betont, dass die globale Herausforderung im Wohnungssektor nicht länger darin bestehe, das Angebot an Wohnraum zu erhöhen, sondern Städte in lebenswertere, inklusivere und nachhaltigere Umgebungen zu verwandeln. Es wurde darauf hingewiesen, dass der wahre Wert von Wohnraum nicht an der Anzahl der Wohneinheiten gemessen werde, sondern an seiner Fähigkeit, den Bewohnern den Zugang zu Dienstleistungen zu ermöglichen und die Lebensqualität in einem integrierten städtischen Umfeld zu verbessern.
Die Stadt Medina hat ein datenbasiertes Stadtmodell über die „Manara Urban Data Platform“ eingeführt, das Wohnen mit Lebensqualität verbindet, indem es städtische Indikatoren und Geodaten auf Stadtteilebene analysiert, die Entscheidungsfindung unterstützt und nachhaltige Stadtentwicklung fördert. Die Veranstaltung „Tawasul“ hob die Bedeutung der Stärkung öffentlich-privater Partnerschaften zur Entwicklung effizienter und nachhaltiger Wohnsysteme hervor sowie die Notwendigkeit, den Erfolg von Wohnungspolitiken anhand von Lebensqualität und städtischer Lebenswerte zu messen. Dies gehe einher mit der Integration von Stadtplanungsstrategien in nachhaltige Wohn- und Gemeinschaftskonzepte, gestützt auf lokale Studien und einen ganzheitlichen Ansatz zur Entwicklung nachhaltiger Lösungen.
Die erste Podiumsdiskussion mit dem Titel „Von der Politik zur Wirkung: Wohnsysteme durch Partnerschaften umsetzen“ brachte den Generalsekretär der Sektion Naher Osten und Westasien von „United Cities and Local Governments“, den stellvertretenden Bürgermeister der Region Medina für Strategie und Transformation sowie den Generaldirektor für Projekte in der Region Medina bei der Nationalen Wohnungsbaugesellschaft zusammen. Moderiert wurde die Diskussion vom Vertreter des UN-Habitat-Programms in Saudi-Arabien.
Die Veranstaltung umfasste eine Präsentation mit dem Titel „Von Daten zu Entscheidungen: Die Manara Urban Data Platform als Entscheidungsunterstützungssystem für nachhaltige Stadtentwicklung“, die vom Generaldirektor des Städtischen Observatoriums und Geoinformationszentrums der Regionalentwicklungsbehörde gehalten wurde. Darin wurde die Rolle der Plattform bei der Unterstützung urbaner Analysen und datenbasierter Entwicklungsentscheidungen vorgestellt.
Die zweite Podiumsdiskussion mit dem Titel „Gebaut für die Ewigkeit: Widerstandsfähiges Wohnen für ein florierendes Stadtleben“ erörterte die Bedeutung der Entwicklung flexibler Wohnsysteme, die sich an klimatische und städtische Veränderungen anpassen können. Teilnehmer waren der Leiter des UN-Habitat-Programms in Ägypten, ein internationaler Experte für Wohnungsbau und Stadtentwicklung sowie der Generaldirektor des Entscheidungsunterstützungszentrums der Regionalentwicklungsbehörde.
Die Veranstaltung endete mit einer Abschlussrede des Exekutivdirektors für Daten und Innovation der Regionalentwicklungsbehörde, der die Bedeutung der Nutzung von Daten und Innovation bei der Entwicklung urbaner Politiken, der Verbesserung der Lebensqualität und dem Bau nachhaltigerer und widerstandsfähigerer Städte für die Zukunft betonte – im Einklang mit den Zielen der saudischen Vision 2030 und den Zielen für nachhaltige Entwicklung.